Gefahr durch übermäßigen Gebrauch von Antibiotika

Asunción: Im Rahmen der Weltwoche zur Aufklärung über antimikrobielle Resistenzen laden Gesundheitsbehörden die Bürger ein, über den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika nachzudenken. Diese Woche steht es unter dem Motto: “Lasst uns gemeinsam antimikrobielle Resistenzen verhindern“.

Antibiotikaresistenzen (AMR) stellen eine Bedrohung für Menschen, Tiere, Pflanzen sowie die Umwelt dar und betreffen daher jeden. Das diesjährige Thema fordert eine branchenübergreifende Zusammenarbeit, um die Wirksamkeit dieses wichtigen Arzneimittels zu bewahren.

Das Ziel dieser globalen Initiative besteht darin, das Bewusstsein für AMR zu schärfen und bewährte Verfahren in der Öffentlichkeit, bei Gesundheitspersonal, Tiergesundheitsfachkräften, Landwirten und politischen Entscheidungsträgern zu fördern, um die Entstehung und Ausbreitung antimikrobiell resistenter Infektionen zu verhindern.

Antibiotikaresistenzen gefährden die Wirksamkeit der Prävention und Behandlung einer zunehmenden Zahl von Infektionen, die durch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten verursacht werden. Darüber hinaus steigen die Kosten für die Gesundheitsversorgung mit längeren Krankenhausaufenthalten und einer intensiveren Pflege.

Um antimikrobielle Resistenzen wirksam einzudämmen, müssen alle Sektoren ihre Kräfte bündeln, um den umsichtigen Einsatz antimikrobieller Mittel sowie präventive Maßnahmen zu fördern.

Der Kampf gegen AMR erfordert einen ganzheitlichen und multisektoralen Ansatz namens “One Health“, sagt die WHO.

Wie kommt es zur Antibiotikaresistenz?

Antibiotikaresistenzen entstehen im Laufe der Zeit auf natürliche Weise, meist durch genetische Veränderungen. Allerdings beschleunigten der Missbrauch und der übermäßige Einsatz antimikrobieller Mittel diesen Prozess. Vielerorts werden Antibiotika bei Menschen und Tieren übermäßig und oft ohne professionelle Aufsicht verabreicht. Beispiele für Missbrauch sind die Einnahme durch Menschen mit Virusinfektionen wie Erkältungen und Grippe, die Gabe als Wachstumsförderer an Tiere oder die Anwendung zur Vorbeugung von Krankheiten bei gesunden Tieren.

Antimikrobiell resistente Mikroorganismen kommen in Menschen, Tieren, Nahrungsmitteln und der Umwelt (in Wasser, Boden und Luft) vor. Sie können zwischen Menschen und Tieren, auch über Lebensmittel tierischen Ursprungs, sowie von Mensch zu Mensch übertragen werden. Schlechte Infektionskontrolle, unzureichende Hygienebedingungen und unsachgemäßer Umgang mit Lebensmitteln begünstigen die Ausbreitung antimikrobieller Resistenzen.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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