Asunción: Die Nationale Behörde für Pflanzen- und Saatgutqualität und -gesundheit (Senave) hat aufgrund des Asiatischen Sojarosts den phytosanitären Alarm ausgerufen. Diese Krankheit gilt als eine der zerstörerischsten für den Anbau und stellt eine direkte Bedrohung für einen der wichtigsten Wirtschaftsmotoren Paraguays dar: Die Sojabohne.
Die Institution forderte Produzenten, Techniker und Kontrolleure dringend dazu auf, wöchentliche Überwachungen der Felder durchzuführen, um den Pilz frühzeitig zu erkennen und schwere Verluste zu vermeiden. Der Asiatische Sojarost, verursacht durch den Pilz Phakopsora pachyrhizi, kann den Ertrag um bis zu 80 % reduzieren, wenn er nicht rechtzeitig bekämpft wird, was starke wirtschaftliche Auswirkungen auf die gesamte Produktionskette hätte.
Die Sojabohne ist das wichtigste Exportgut des Landes und eine zentrale Quelle für Deviseneinnahmen, Arbeitsplätze und logistische Aktivitäten. Daher betrifft ein Ausbruch dieser Krankheit nicht nur den einzelnen Produzenten, sondern gefährdet die Leistung des gesamten Agrarsektors, die Exporte und das Wirtschaftswachstum.
Die Senave erinnert daran, dass die Bekämpfung des Rosts ganzheitlich, präventiv und nachhaltig erfolgen muss, indem gute landwirtschaftliche Praktiken mit einem verantwortungsvollen chemischen Pflanzenschutz kombiniert werden. Zudem hat die Behörde ein System zur Sofortmeldung per QR-Code eingerichtet, damit Verdachtsfälle schnellstmöglich gemeldet werden können.
Angesichts der globalen Marktunsicherheiten im Bereich der internationalen Handelsbeziehungen kann sich Paraguay einen Einbruch in seinem wichtigsten Sektor nicht leisten. Die neue Strategie der Senave, auf digitale Überwachung und kollektive Wachsamkeit zu setzen, unterstreicht, dass der Schutz der Ernten längst keine reine Privatangelegenheit der Landwirte mehr ist. Vielmehr handelt es sich um eine nationale Sicherheitsfrage, von der die Stabilität der paraguayischen Währung und der Wohlstand des gesamten Landes abhängen.
Wochenblatt / La Nación















