Gegen den Anstieg der Gewalt: Ausbau der Gender-Infrastruktur im Inland

Paraguari: Der Oberste Gerichtshof (CSJ) hat beschlossen, spezialisierte “Gendereinheiten“ in diesem Distrikt sowie in Central, Alto Paraná und Itapúa einzurichten – den vier Gebieten des Landes mit den laut Statistik höchsten Gewaltvorgaben.

Ziel sei es, den Zugang zur Justiz zu stärken und die Wahrung der Menschenrechte zu garantieren, betonte die Direktorin des Sekretariats für Genderfragen der Justizbehörde, Rechtsanwältin Silvia Beatriz López Safi.

Die Dezentralisierung der Opferbetreuung, die der Oberste Gerichtshof vorschlägt, wird es ermöglichen, dass die neuen Einheiten dieselben Aufgaben wie in der Hauptstadt Asunción wahrnehmen, jedoch näher am Bürger sind. Um dieses Projekt voranzutreiben, traf sich die Exekutivsekretärin López Safi mit Behördenvertretern des zehnten Gerichtsbezirks.

„Das Ziel ist es, die Gebiete mit den höchsten Gewaltindizes effektiver zu erreichen. Die Schaffung dieser Einheiten basiert auf konkreten Daten“, erklärte sie. Paraguari gehört zu den prioritären Zonen, was den Zugang zur Justiz mit Fokus auf Menschenrechte und die Achtung der Würde der Betroffenen stärken wird.

Obwohl der Gender-Ansatz inklusiv ist und sowohl Frauen als auch Männer umfasst, zeigen die Indikatoren eine deutlich höhere Inzidenz von Gewalt gegen Frauen. Bereits im Januar dieses Jahres wurden sechs Gewaltfälle noch vor Mitte des Monats registriert – eine Zahl, die die Vorjahre übertrifft. Die institutionelle Entscheidung ist somit eine direkte Reaktion auf den Anstieg der Gewalt.

Jede Einheit wird aus drei Mitarbeitern bestehen: Einer Koordinatorin, einer Assistentin und Verwaltungspersonal. Sie werden technische Beratung und institutionelle Begleitung in jedem Gerichtsbezirk anbieten.

Wochenblatt / ABC Color

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