Häusliche Gewalt: Vor allem am Wochenende viele Fälle aufgrund von Alkohol

Asunción: Über das 911-Notrufsystem der Nationalpolizei werden vor allem Anzeigen von häuslicher Gewalt gemeldet. 90 % der Fälle seien bestätigt, beklagte sich Kommissarin María Agustina Achucarro, Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit der vorher genannten Institution.

„Bei vielen Ereignissen kommt es zu ernsten Situationen, in denen durch Festnahmen Leben gerettet wurden. Wir stehen auf Landesebene vor einer Krise der Gewalt, die in manchen Situationen mit Mord endet“, sagte sie im Radiosender 680 AM.

Offiziellen Berichten zufolge sind neun der Opfer von zehn Anzeigen wegen häuslicher Gewalt Frauen. Die höchsten Fallzahlen werden an Wochenenden verzeichnet, wo der Konsum alkoholischer Getränke als Auslöser einer Krise fungiert, die in eine Gewalttat mündet. „Die Zahl der vergewaltigten Frauen ist hoch“, erklärte Achucarro.

Folgen bei Kindern

Teilweise werde auch Drogenkonsum als Auslöser häuslicher Gewalt genannt, so die Kommissarin weiter. In diesem Fall handele es sich um junge Menschen, die gewalttätig gegen ihre Eltern vorgehen und sogar Raubüberfälle gegen ihre Familien verüben, wie sie es ausdrückte.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bereits 50 Fälle extremer Gewalt registriert, was zeigt, dass der häusliche Bereich einer mit der höchsten Gewalttätigkeit ist. „Wenn wir über Gewalt sprechen, ist das ein kulturelles Thema. Für die Menschen klingt es abstrakt, weil sie nicht verstehen, wie man damit umgeht und es in Worten umsetzt“, sagte Elida Favole, Leiterin der Abteilung für Transparenz und Zugang zu öffentlichen Informationen bei der Staatsanwaltschaft.

Sie erwähnte, dass ein Kind, das in einer Umgebung aufwächst, in der die Kommunikation auf Gewalt basiert, diese am Ende auch in seiner Umgebung reproduzieren wird. Aus diesem Grund bestand sie auf einer öffentlichen Politik, die auf die psychologische Nachhaltigkeit der Menschen abzielt.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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1 Kommentare zu “Häusliche Gewalt: Vor allem am Wochenende viele Fälle aufgrund von Alkohol

  1. Dass das Verhältnis zu Ungunsten der Männer ist, ist klar. Man vergleicht hier quasi Wölfe und Katzen im erbeuten von Schafen. Wie heute von mir schon geschrieben, muss die Katze dabei beobachtet werden, dass man dem Wolf glaubt weshalb er sich den Gang zur Polizei zumeist erspart. Das Verhältnis wäre also anders.
    Dann kommen noch psychische Nervereien ins Spiel. Diese Gewalt kann auch nur Reaktion sein. Geldsorgen, Sorgen vor Arbeitsplatzverlust kommen auch noch dazu. Vom Mann wird immer noch verlangt, dass er den Hauptteil des Einkommens stemmt.
    Alles in allem aber ist die Rede politisch korrekt perfekt also sprich eigentlich falsch.

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