Asunción: Ein riesiger Aufruhr entstand um die Wahl des Schauplatzes für ein neues Musikvideo. Was für viele ein heiliger Ort voller Respekt und Stille ist, wurde als Bühne für ein Material genutzt, das viele als “zu sinnlich“ bezeichneten.
Sobald das Video viral ging, war die Reaktion unmittelbar: Kritik, Empörung, aber auch Zustimmung und eine hitzige Debatte. Während einige den Clip als künstlerischen Ausdruck verteidigen, behaupten andere, dass eine Grenze überschritten wurde und es sich um eine totale Respektlosigkeit gegenüber einem sakralen Raum handele.
Was die Gemüter besonders erhitzte: Laut der religiösen Institution wurde angeblich keine Erlaubnis für die Dreharbeiten eingeholt, was den Zorn der Menschen weiter anheizte.
Juan Oviedo, der Vater des Künstlers Aquiles Oviedo (der sich derzeit nicht im Land aufhält), versicherte, dass es zu keinem Zeitpunkt die Absicht gab, das Haus Gottes oder die Gemeinde zu beleidigen.
„Es ist schade, dass es so aufgefasst wurde, denn es kam uns nie in den Sinn, eine solche Situation heraufzubeschwören“, sagte er. Oviedo gab an, dass die Absicht lediglich darin bestand, die Schönheit der Kirche zu zeigen. „Mit diesem Material sollte die Architektur des Gebäudes aus einer künstlerischen Perspektive beworben werden, da es sich um einen touristischen und symbolträchtigen Ort der Stadt handelt. Leider wurde es nicht so interpretiert. Wir werden nun eine Erklärung abgeben, um der Öffentlichkeit die wahre Absicht zu erklären und um Entschuldigung zu bitten,“ erklärte er weiter.
„Soweit ich weiß, wurde damals um Erlaubnis gebeten, die Kirche für einige Aufnahmen zu betreten. Wenn es als sinnlich empfunden wird, dann geschah dies in einem künstlerischen Rahmen. Zudem hatte das Lied keinen vulgären oder beleidigenden Text“, fügte er hinzu.
„Diese Produktion entstand mit viel Herzblut als Familienprojekt. Das Lied heißt ’Noche entera‘ (Ganze Nacht). Wir sind uns bewusst, was dies in der Gesellschaft ausgelöst hat, aber wir wollten niemals jemanden beleidigen, erst recht nicht das Haus Gottes; es geschah nur zu künstlerischen und touristischen Zwecken“, betonte Oviedo weiter.
„Bei allen Szenen war die Mutter anwesend, und am Tag der Aufnahme wurde sogar um Zugang zum Dachboden der Kirche gebeten. Die Aufnahmen der Kuppel wurden mit Künstlicher Intelligenz erstellt, ohne jemanden in Gefahr zu bringen“, schloss er.

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