Asunción: Der Cybersicherheitsexperte Miguel Ángel Gaspar warnte vor den Risiken der wahllosen Nutzung von Mobiltelefonen durch Minderjährige und nahm die Eltern direkt für die Kontrolle und Aufsicht in die Pflicht.
Die Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche hat sich in Paraguay zu einem Thema wachsender Besorgnis entwickelt. Gaspar erklärte, dass diese Situation bereits als Problem der öffentlichen Gesundheit betrachtet werden müsse, da die frühe und unkontrollierte Exposition gegenüber digitalen Inhalten erhebliche Risiken berge.
Er erinnerte daran, dass mobile Geräte einem Geschäftsmodell folgen, das sich primär an Erwachsene richtet und daher nicht für die freie Nutzung durch Minderjährige konzipiert ist. In diesem Sinne betonte er, dass die Eltern die alleinige Verantwortung dafür tragen, den Zugang und die Aktivitäten ihrer Kinder im digitalen Raum zu überwachen.
„Es ist genau so, als ließen sie ihre Kinder ein Auto fahren, eine Waffe führen, rauchen, trinken oder ihre Hausaufgaben in einem Bordell oder einer Kneipe erledigen“, gab er zu bedenken.
Zudem warnte Gaspar davor, dass eine übermäßige Nutzung dieser Geräte zu psychischen Problemen, Konzentrationsschwierigkeiten, dem Kontakt mit unangemessenen Inhalten sowie Risiken wie Cybermobbing oder Manipulation durch Dritte führen kann.
Der Experte bestand auf der Notwendigkeit, dass Familien eine aktive Rolle in der digitalen Erziehung der Minderjährigen übernehmen. Es müssten klare Grenzen, Nutzungszeiten und Kindersicherungen festgelegt werden, um Situationen zu verhindern, die die ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen könnten.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















