Hinter Gittern wird es eng…

Asunción: Nachdem sich binnen vier Monaten das Gefängnis von Emboscada mit 700 Häftlingen gefüllt hat nimmt es ab jetzt keine weiteren Insassen mehr auf. Damit ist die Zeit, in der Tacumbú etwas Luft hatte wieder vorbei. In den letzten Monaten kamen quasi alle Neuzugänge in Emboscada aus dem größten Staatsgefängnis. Jetzt wird das Regionalgefängnis in Coronel Oviedo um einen Pavillon erweitert.

Bei dem weiblichen Geschlecht sieht es ähnlich schlecht aus, weswegen das Frauengefängnis „Buen Pastor“ auch unter Platzmangel leidet. Für die straffälligen Frauen soll ein neues Gefängnis in Emboscada gebaut werden. Dieses, so die Justiz- und Arbeitsministerin Sheila Abed, soll schon Ende nächsten Jahres als Vorzeigehaftanstalt Lateinamerikas eingeweiht werden. Diese soll 500 Personen Platz bieten und 5 Millionen US-Dollar kosten. Noch in diesem Monat soll eine Ausschreibung dazu beginnen.

Außerdem ließ die Ministerin verlauten, dass Rehabilitierung hinter paraguayischen Gefängnismauern sich sehr schwierig gestaltet und etwa 80% der ehemaligen Insassen wieder straffällig werden. In dem neuen Frauengefängnis werden jedoch Werkstätten und Unterrichtsräume integriert, so dass echte Rehabilitierung stattfinden kann.

(Wochenblatt / Radio 970 AM)

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