Asunción: Senator Martín Arévalo (ANR) zeigte heute ein parallele Kasse bei der Straßenpatrouille an, an dem das Ministerium für öffentliche Bauten und einige Politiker beteiligt sind, die angeblich großzügige „Einnahmen“ von den Inspektoren erhalten.
Auf einer Pressekonferenz heute Morgen bestätigte Arévalo, dass bei ihm seit einiger Zeit Beschwerden über unregelmäßige Eintreibungen durch die Patrulla Caminera eingegangen sind.
In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass es nach den ihm vorliegenden Informationen ein angebliches „Sammelprogramm“ gibt, das dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) und bestimmten Politikern, deren Namen er nicht nannte, zugutekommen würde. Dieses System wird bekanntlich seit Jahren unter jeder Regierung umgesetzt.
Den Vorwürfen zufolge haben die Inspektoren die Aufgabe, „für die Vorgesetzten Geld einzutreiben“, und wenn sie die geforderte Summe nicht eintreiben, werden sie suspendiert oder an andere Stellen versetzt. Die Bereichsleiter wären für die Weiterleitung des Geldes an ihre Vorgesetzten zuständig.
Laut dem von Arévalo vorgelegten Bericht würde jeder Kontrollpunkt etwa 18 Millionen Guaranies pro Woche und insgesamt etwa 252 Millionen Guaranies, 1,008 Milliarden Guaranies pro Monat und 12,09 Milliarden Guaranies pro Jahr, einnehmen. An dieser Regelung ist auch die Zentrale beteiligt, die 280 Millionen Guaranies pro Woche, 1,12 Milliarden Guaranies pro Monat und 13,44 Milliarden Guaranies pro Jahr einnehmen würde.
Eine Gesamtberechnung zwischen den Abteilungen und dem Hauptquartier ergibt eine Summe von 532 Millionen Guaranies pro Woche, 2,128 Milliarden Guaranies pro Monat und 25,53 Milliarden Guaranies pro Jahr.
„Viele Inspektoren halten den Druck nicht mehr aus, weil sie einen wöchentlichen Betrag zahlen müssen, sie arbeiten rund um die Uhr, auch wenn sie Urlaub haben oder krankheitsbedingt abwesend sind, müssen sie das Geld an ihre Vorgesetzten zahlen“, sagte der Senator.
Der Gesetzgeber forderte, dass sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Rechnungshof der Republik eine Untersuchung einleiten, um herauszufinden, was innerhalb der Straßenpatrouille vor sich geht, und die Verantwortlichen strafrechtlich verfolgen. Sollte dies geschehen entsteht eine Mauer des Schweigens, zumindest bei denen, die den Job zum Leben brauchen.
Denuncia contra Patrulla Caminera por supuesto esquema de corrupción
🗣️"Hay un esquema de recaudación que estaría apuntado a ciertos ministerios y políticos"- senador @martinarevalopy
Dijo que tiene documentos en contra del funcionamiento de la Patrulla Caminera #1020AM pic.twitter.com/vxantCVCuB
— Radio Ñandutí (@nanduti) December 9, 2022
Wochenblatt / Hoy











Gamma Ray
Das ist ja komisch, wieso zeigt er das an? Kriegt wohl nix vom Kuchen ab. Dürfte parteiintern Konsequenzen nach sich ziehen. Oder vllt wurde ihm schon mitgeteilt, dass man mit ihm nicht mehr plant in der neuen Regierung, also er nur weit hinten in den Listen auftaucht, und jetzt packt er eben aus.
Ich meine, weiß zwar jeder, aber die armen Inspektoren, die den Druck nicht aushalten, das Schutzgeld zu beschaffen. So schlimm für die! Und wahrscheinlich müssen sie auch noch Colorado wählen, sonst sind sie den lukrativen Job endgültig los.
Dann machen eben alle mit. Abtrünnige werden schwer bestraft – wie in der Mafia eben.
Schlaffer, Willy
Ja, der Jefe des MOPC ist ja auch Präsidentschaftskanditat. Der kann ein wenig Plata gut gebrachen. Auch sonstig ehrenwerte Mitglieder hiesig Gesellschaft, Justiz und Politik. Alle Jahre kommen die selben Maschen wie Jahre zuvor ans Tageslicht, dann muss einer oder eine gehen und bis zum nächsten Mal. Wer es noch nicht verstanden hat: Lügen und Betrügen und sonstig Kleinkriminalität wie Drogenhandel, Geldwäsche, Schmuggel, Waffenschieben, das gehört hierzulande zum guten Ton und Leistungsausweis, es zu etwas gebracht zu haben. Da ist es rechtens, dass hiesig Vollprofi-Vollpfostenjustiz nicht aktiv wird. Wobei „Vollpfosten“ natürlich relativ ist, denn als stupid würde ich die gar nicht bezeichnen. Wer kann denn zum offiziellen Mikrogehalt nicht ein inoffizielles Gehalt gut gebrauchen, welches das offizielle bei weitem übersteigt. So sind nun mal alle von A bis Z. Die einen halt erfolgreich, die anderen nicht, die einen bedienen sich aus dem Trögchen der Sponsoren/Korruption, die anderen bei den Loco Europäos mit infinitem Geldfluss aus Alemamia. Wer noch an Gesetz und Ordnung glaubt, der leidet halt unter Zivilisationskrankheiten der 1. Welt. In der internationalen Korruptionsstatistik über ca. 190 Ländern – die nicht von mir stammt – ist der Paragauy irgendwo in der Mitte. Damit muss man leben, die einen tun das auch gut und gerne. Es kommt immer auf den Betrachter drauf an. Die Freiheit ist schier unbegrenzt, kannst machen wat de willst. Manchmal kommt einem in solch 9. Weltländer die schier unbegrenzte Freiheit/Korruption gerade recht (wenn selbst Gewinn daraus ziehen kannst), manchmal halt eben nicht (wenn selbst der angek@ckte bist). Kann man nur das Beste daraus machen. So gesehen, besser als in DÖCHL ist es hier noch allemal.
Deutsch-Paraguayo
So läuft das auch in Asuncion. Ich bin von der Avda. Santisima Trinidad nach rechts in die Avda. Aviadores del Chaco eingebogen, nachdem die Ampel grün war. Nach ca. 50 m wurde ich von so einem Wegelagerer angehalten. Er behauptete ich sei bei Rot über die Ampel gefahren und wollte Geld. Ich weigerte mich, hatte noch zwei Zeugen im Auto. Dann lies er mich weiterfahren.
DerEulenspiegel
Es gibt keinen Bereich in Paraguay, in welchem nicht die Korruption blühen würde. Was sind die Ursachen für eine solche Mentalität? Warum bekommt man dieses Problem nicht in den Griff? Was könnte aus Paraguay werden wenn nur diese verdammte Korruption durch verkommene, charakterlose Menschen nicht wäre!! Doch offensichtlich regt sich niemand darüber besonders auf und versucht endlich diesen Morast auszutrocknen. Korrupties jeglicher Art gehören an den öffentlichen Pranger gestellt und aus der Gesellschaft ausgeschlossen, denn sie sind wie ein Krebsgeschwür an der Gesellschaft.