Loma Plata: Das Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (MADES) hat im Rahmen des FOLUR-Projekts das erste Ausbildungsmodul zum Thema “Umweltdienstleistungen und Kohlenstoffmärkte“ für indigene Gemeinschaften im Departement Boquerón durchgeführt.
Die Veranstaltung fand in den Ortschaften Loma Plata und Mariscal Estigarribia statt. Teilgenommen haben Vertreter der Gemeinschaften Nivaclé Unida, Yalve Sanga und Macharety.
Die Schulung wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem MADES, dem FOLUR-Projekt, der Föderation für die Selbstbestimmung der indigenen Völker (FAPI), dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und dem Projekt Abe Chaco organisiert.
Interkultureller und praxisnaher Ansatz
Der Workshop verfolgte einen interkulturellen, partizipativen und erfahrungsorientierten Ansatz. Dabei wurden Alltagsbeispiele, Gruppendynamiken und Simulationen genutzt, die speziell an den Kontext des Chaco angepasst waren. Die Teilnehmer erhielten klare Informationen über das Gesetz Nr. 7190/2023 über Kohlenstoffgutschriften (Carbon Credits).
Das Expertenteam des MADES betonte ausdrücklich:
-Diese Mechanismen beinhalten keinen Verkauf von Land.
-Es kommt zu keinem Verlust von territorialen Rechten.
Vielmehr stellen diese Instrumente eine Chance für die indigenen Gemeinschaften dar, eine wirtschaftliche Entschädigung für ihre Rolle als „Hüter des Waldes“ zu erhalten, während sie gleichzeitig die volle Autonomie über ihre Gebiete behalten.
Inklusion und Verständigung
Der Tag endete mit einer starken interkulturellen Komponente. Um sicherzustellen, dass alle Teilnehmer die komplexen Inhalte vollständig verstehen, wurden eine Simultanübersetzung in lokale Sprachen sowie anschauliche visuelle Materialien eingesetzt.
Mit Initiativen wie dieser verfolgen das MADES und das FOLUR-Projekt das Ziel, eine nachhaltige Bewirtschaftung des Chaco-Gebietes zu fördern und dabei die Identität sowie das Selbstbestimmungsrecht der indigenen Völker zu achten.
Wochenblatt / Megacadena















