Asunción: Ein haarsträubender Fall von Identitätsdiebstahl erschüttert die Hauptstadt: Die Juristin Irene Cuenca schlägt Alarm, nachdem Kriminelle mit ihren persönlichen Daten bereits den fünften Kredit auf ihren Namen abgeschlossen haben.
Der Ursprung des Albtraums liegt im Jahr 2024, als sie ihren Personalausweis (Cedula) verlor. Seitdem nutzen dreiste Gauner ihre Daten für ständige Betrügereien – die Schadenssumme stieg zuletzt auf bis zu 13,5 Millionen Guaranies pro Kredit.
„Da steckt eine organisierte Mafia dahinter“, sagte sie.
„Es ist bereits der fünfte Kredit, den sie auf meinen Namen aufgenommen haben. Hier ist eine organisierte Mafia am Werk!“, wetterte Cuenca sichtlich schockiert, als sie am gestrigen Dienstag erneut bei der Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Nationalpolizei vorsprach. Anlass für ihren erneuten Gang zur Polizei war die Entdeckung eines brandneuen Geister-Kredits über 10 Millionen Guaranies.
Besonders scharf kritisierte die Anwältin die leichtfertige Vergebe solcher Darlehen durch Finanzinstitute. Im jüngsten Fall existiert bei der Finanzgesellschaft sogar ein Foto der Person, die das Geld vor Ort oder online beantragt hat – doch eine Überprüfung fand offenbar nicht statt.
Schutzlos im Bürokratie-Dschungel
„Es gibt absolut keinen Schutz für die Bürger“, klagte Cuenca an. Sie fordert nun lückenlose Aufklärung und ein hartes Durchgreifen der Ermittlungsbehörden. „Gott sei Dank bin ich Anwältin und kann mich selbst verteidigen. Aber ein normaler Bürger, der kein Jurist ist, muss auch noch Geld für einen Anwalt aufbringen, um aus so einer Falle wieder herauszukommen“, betonte sie abschließend.
Wochenblatt / Megacadena















