Versehentlicher Geld-Segen? Autohändler zeigt Anwältin wegen Pannen-Überweisung an

Encarnación: Diego Fernando Cabrera, Eigentümer eines Autohauses in der Hauptstadt von Itapúa, hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gegen die Anwältin Ninfa Soledad Rotela wegen des mutmaßlichen Tatbestands der Unterschlagung von Geld in Höhe von 7.500.000 Guaranies erstattet.

Gegen die Juristin wurde im Rahmen der Ermittlungen bereits Anklage erhoben, wie aus den vom Anzeigenerstatter vorgelegten Hintergründen hervorgeht.

Laut der Anzeige geht der Konflikt auf den Ratenkauf eines Autos im Wert von 48.500.000 Guaranies zurück, der im März 2025 zugunsten von Ninfa Soledad Rotela und Rodrigo Emanuel Gayoso Fernández abgeschlossen wurde.

Da es den Käufern in der Folge nicht mehr möglich war, die vereinbarten Raten weiterzuzahlen, einigten sich die Parteien offenbar auf eine Rückabwicklung des Kaufvertrags und die Rückgabe des Fahrzeugs.

Nach Angaben von Cabrera sollte er den Käufern am 22. August 2025 die Summe von 15.000.000 Guaranies erstatten. Bei den Banktransaktionen sei es jedoch zu einem vermeintlichen Fehler gekommen, sodass schließlich insgesamt 22.500.000 Guaranies auf Konten überwiesen wurden, die der Angezeigten zuzuordnen sind.

Dadurch entstand eine Differenz von 7.500.000 Guaranies. Der Anzeigenerstatter bringt vor, dass nach Aufdeckung des Fehlers vereinbart worden sei, das zu viel gezahlte Geld am 25. August 2025 zurückzuzahlen.

Er behauptet jedoch, dass der Betrag trotz wiederholter Aufforderungen im Nachgang nicht zurückgezahlt worden sei. Sogar eine formelle Abmahnung per Zustelltelegramm sei verschickt worden, um die Rückerstattung des Geldes zu fordern.

Als Beweismittel legte Cabrera den Fahrzeugkaufvertrag, die Rückabwicklungsvereinbarung, Banküberweisungsbelege, Gesprächs-Screenshots sowie Anruflisten vor.

Der Anzeigenerstatter forderte die Staatsanwaltschaft auf, den Fall zu untersuchen und die entsprechenden Verantwortlichkeiten entsprechend dem Fortgang der Ermittlungen festzustellen.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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3 Kommentare zu “Versehentlicher Geld-Segen? Autohändler zeigt Anwältin wegen Pannen-Überweisung an”

  1. Was soll denn das? Einer, der 7,5 Mio zu viel überweist? Warum wurde überhaupt Geld zurück überwiesen? Die Frau hat das Auto von März bis August genutzt. Wer bezahlt den Wertverfall des Fahrzeugs, eventuell Reparaturen usw. ? Wenn ich einen Mietwagen nehme, habe ich Miete pro Tag bezahlen. Meistens für 3 Tage im voraus und mit Kaution. Bringe ich die Karre zurück, wird das Auto untersucht, und je nach Zustand wird meine Kaution geschmälert oder ganz einbehalten.

  2. Wenn der Händler Ihr allerdings ein Schrottauto verkauft hat, 48,5 Mio, ist es kein Neuwagen. Wenn der Mechaniker das Auto länger in seinem Besitz hat als ich, würde ich auch nicht mehr zahlen. Dann sind Rückzahlungen natürlich akzeptabel. Aber wie immer nichts genaues weiß man nicht. Es werden nur halbe Informationen geliefert.

  3. Das ist doch ganz offensichtlich. Der Händler hat die übers Ohr gehauen mit dem Auto. Kein Händler zahlt Geld zurück und schon gar nicht zu viel! Ich habe einen gebrauchten Computer gekauft und reklamiert. Der Händler sagte, er könne mir kein Geld zurück geben, aber er hätte einen anderen zum Austausch, allerdings war der noch älter als der andere und gab mir eine neue HiFi Tastatur dazu und eine externe Festplatte von 500GB neu dazu. Aber niemals Geld.