Karrierewechsel mit 52: Vom Klassenzimmer ins Kasernengebäude

Asunción: Kreide gegen Gewehr, Tafel gegen Tarnanzug – das klingt nach einem ungewöhnlichen Wechsel. Doch für Maria Cristiana Maldonado ist dieser Schritt konsequent. Mit 52 Jahren beginnt sie ein neues Kapitel ihres Lebens als Soldatin.

Eine 52-jährige pensionierte Lehrerin sticht im Militärischen Ausbildungszentrum für Offiziere und von Reserveoffizieren (Cimefor) in Mariano Roque Alonso hervor.

Maldonado, eine pensionierte Lehrerin, teilte ihre Erfahrungen und Begeisterung darüber, Teil von Cimefor zu sein. „Es war schon immer mein Traum. Ich habe für meinen Vater in der Kaserne gelebt“, erklärte sie.

„Mein Traum wurde wahr. Die Marine öffnete mir trotz meines Alters die Türen. Ich unterrichte an einer Privatschule in Lambaré, bin aber offizielle schon pensioniert“, fügte sie hinzu.

Maldonado erklärte, dass im Ausbildungszentrum Cimefor militärische Ausbildung, Sport, körperliche Übungen und andere Aktivitäten durchgeführt würden. „Es gibt noch andere Frauen, auch Minderjährige. Wir sind alle im gleichen Ausbildungszug. Sie bringen uns auch Selbstverteidigung bei“, berichtete sie weiter.

Darüber hinaus empfahl sie Frauen, an dieser Erfahrung teilzunehmen, und betonte dabei die Gewohnheiten und Werte, die sie lernen. „Sie bringen uns Gewohnheiten wie das Duschen in zwei Minuten bei, wir lernen vor allem viel über Solidarität und Kameradschaft“, sagte sie.

Die pensionierte Lehrerin lobte die Ausbilder, beschrieb sie als hochqualifizierte Fachkräfte und erwähnte, dass sie die Uniform ihres Sohnes trage, der an derselben Einrichtung ausgebildet worden sei.

Wochenblatt / Radio Monumental

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5 Kommentare zu “Karrierewechsel mit 52: Vom Klassenzimmer ins Kasernengebäude

  1. Kaffeetrinker

    Schön das sich Paraguay das leisten kann, mit 52 schon pensioniert wie übrigens viele andere auch.
    Gönne das jeden aber es ist nicht finanzbar das mit 50 Jahren die Pension kommt mit 100% Gehalt.

  2. Warum wurde die gute Frau den pensioniert. Sie muss doch super Fit sein wenn sie mit den jungen Hüpfern bei der Offizierausbildung mithalten kann. Der Job als Offizierin sei ihr vergönnt, aber die Pensionierung als Leherin isr doch gedreht.

  3. Land Of Confusion

    Wie ich die paraguayische Eigenwahrnehmung so kenne, fühlt sich diese Frau wahrscheinlich auch noch ganz stolz dabei. Dabei ist es nur lächerlich und absurd. Wenn der Kriegsfall hier ausbrechen würde, wird die Tante als allererste die Uniform ablegen und zum zweiten Mal in Pension gehen. Da will sich eine wichtig machen, aber wenn sie so viel Freizeit hat, dann soll sie was ehrenamtliches machen. Den Indianerkindern auf der Strasse Unterricht geben. Im Inland Lebensmittel verteilen, die Feuerwehr finanziell unterstützen. Strassenhunde aufsammeln. Im Höllengefängnis Tacumbu für bessere Bedingungen sorgen. Oder meinetwegen auf Enkel oder Grossneffen innerhalb der Familie aufpassen anstatt es irgendeiner Haushälterin zu überlassen.
    Aber nein, Madame fühlt sich aus irgendwelchen Gründen berufen mit 52 dem Militär beizutreten.
    Bestimmt wird Pönja auch noch drauf aufmerksam und verleiht der Dame noch einen Orden für irgendwas. Wird aber schwierig bei den vielen Reisen noch einen Termin zu finden.

  4. Naja, dort kann sich die Frau sportlich betätigen und ist gratis von vielen einsamen Jungs umgeben. Das dürfte sie jung halten.