Keine Maschinen im Wochenblatt: Warum bei uns weiterhin echte Menschen schreiben

Asunción: “Von niemandem geschrieben, von allen gelesen“ – mit diesem Slogan sorgt ein experimentelles Medienprojekt aus der Region derzeit für heftige Debatten in der Medienlandschaft Südamerikas.

Die Plattform “El Primer Feca“, die vollständig von künstlicher Intelligenz betrieben wird, veröffentlicht automatisiert Berichte und Videos. Während Befürworter von einer technologischen Innovation sprechen, schlagen Journalisten, Medienverbände und Gewerkschaften Alarm: Sie sehen in der ungeprüften Vollautomation nicht nur eine Bedrohung für Arbeitsplätze, sondern vor allem ein hohes Risiko für Desinformation, Plagiate und Qualitätsverlust.

Fehler im Minutentakt: Das Experiment von Santiago Siri

Die am 6. September vom argentinischen Programmierer Santiago Siri gestartete Plattform greift autonom auf Online-Quellen zu, wählt Themen aus, verfasst Texte und lässt diese von synthetischen Avataren in Kurzvideos präsentieren – ohne jegliche menschliche Kontrolle vor der Veröffentlichung.

Das Ergebnis offenbart jedoch schnell die drastischen Grenzen automatisierter Systeme:

-Grobe Sprach- und Inhaltspatzer: Virtuelle Moderatoren stolpern regelmäßig über Aussprachefehler, verdrehen Fachbegriffe oder liefern konfuse Analysen zu komplexen Wirtschaftsthemen.

-Ethik- und Urheberrechtsfragen: Künstliche Intelligenz agiert ohne ethischen Kompass. Berichte über Urheberrechtsverletzungen und die unautorisierte Nutzung von Stimmen und Gesichtern echter Reporter werfen rechtliche Fragen auf.

-Automatisierte Interviews: Künstliche Agenten kontaktieren bereits Politiker über Nachrichtendienste, um Antworten automatisch in Beiträge umzuwandeln – ein Vorgang, dem die feine Zwischenton-Analyse und kritische Nachfrage menschlicher Interviewer völlig fehlen.

Warum das Wochenblatt auf echte Redakteure und klare Verantwortung setzt

Auch in Paraguay wird die Debatte um den Einsatz von KI im Informationssektor aufmerksam verfolgt. Für das Wochenblatt steht dabei fest: Technologie kann zwar bei Recherchen unterstützen oder Prozesse beschleunigen, sie kann aber niemals das Herzstück des Journalismus ersetzen – den Menschen.

Hinter jedem Artikel, der im Wochenblatt erscheint, stehen reale Redakteurinnen und Redakteure. Sie kennen die gesellschaftlichen Zusammenhänge in Paraguay aus eigener Erfahrung, recherchieren vor Ort, überprüfen fremde Quellen sorgfältig und übernehmen persönliche und rechtliche Verantwortung für die veröffentlichten Inhalte.

Echter Journalismus erfordert Einordnung, Empathie, Kontext und das Gespür für die Sorgen der Menschen im Land, die hier eingewandert oder schon lange ansässig sind – Eigenschaften, die kein Algorithmus der Welt besitzen kann. Während rein KI-generierte Medien lediglich Muster und Daten wiederkäuen, bleibt der redaktionelle Anspruch des Wochenblatts unverändert: Verlässliche, von Menschen recherchierte Informationen für unsere Leserschaft.

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11 Kommentare zu “Keine Maschinen im Wochenblatt: Warum bei uns weiterhin echte Menschen schreiben”

  1. Albert Rotzbremsn

    Vollkommen richtig.
    Bravo Wochenblatt.
    Auch wenn eure Arbeit von Misanthrophen gestohlen, gewürfelt und neu zusammengebastelt wird.
    Es braucht eine klare Ausweisung, was vom Menschen erschaffen oder vom Synapsenfrankenstein zusammengewürfelt wurde:
    + + + + + + + + + +
    Created by human for humans
    + + + + + + + + + +
    oder
    + + + + + + + + + +
    Created by Synaptical Zombie for humans
    + + + + + + + + + +
    Glücklicherweise ist heute — trotz Investitionssumme 2,6 trillions U$ in unausgereifen Synapsenzombie-Crab — der Unterschied von fehlerbehafteter, emotionsloser und grauenhafter Indoktrinierung deutlich erkennbar (keiner will den Strott, aber der serbelnden US-Wirtschaft einzig Strohhalm).
    .
    Hundreds of billions USD investments in faulty, emotionless and horrible synapse zombie crap? Just do not use it, like I am not use it! And tomorrow the investor’s billion USD grave become true and Simulated Intelligence will disappear before our grandsons will be analyzed by Synaptical Zombie’s quality control.

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  2. Albert Rotzbremsn

    Momentan stecken die Misanthrophen ihren ganzen Jahresgewinn in ihre Kreiswirtschaft. Warum? Weil sie sich in 10 Jahren Billionengewinne versprechen. Was das bedeutet, wenn die Misanthrophen Trillions of U$ Jahresgewinn erwirtschaften sollten, kann sich jeder selbst ausrechen.

    Die News werden dadurch nicht besser, zeigen in die richtige Richtung: Das unausgreifte Produkt ist eine Blase. To big to fail, muss Steuerbezahlschäfchen wieder hinhalten.

    Leider lässt sich dieser Kommentar nicht mehr löschen. Das einzige, was man tun kann, ist idR keinen Content zu liefern. utub kann man auch ohne Anmeldung verwenden. Dikdok ist unnötig. Beim Calimero muss man nix kaufen. Bei Readetitgscheit muss man nix kommentiern. Man kann (noch) bar bezahlen. usw usf (so liefert man keine Daten, die einmal miteinander verknüpft, nicht nur sehr wertvoll, sondern auch sehr aufschlussreich sind).

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  3. Albert Rotzbremsn

    Bevor es noch jemand merkt: So schreibt man Misanthropen korrekt (mit nur einem Buchstaben H)

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  4. Land Of Confusion

    Das Wochenblatt ist stark, wenn es um deutschrelevante Themen geht, z.b. Berichte aus Paraiso Verde oder dieses dubiose Ehepaar, welches Investorengeld in nicht transparente landwirtschaftliche Projekte angeblich steckt.
    Auch Verbrechen an Deutschen, die in paraguayischen Medien nur unter ferner liefen stehen, werden hier ausführlicher behandelt.
    Was das Übersetzen von Artikeln aus ABC usw. angeht, würde ich mir wünschen, dass mal der Redakteur nochmal probeliest und sinnvolles Hintergrundwissen hinzufügt. Die paraguayischen Medien verlangen in zu vielen Artikeln, vor allem juristischer Art, zu viel Vorwissen ab – und das wird im Wochenblatt einfach übernommen. Manchmal werden sogar Hyperllinks übernommen, die beim Übersetzen natürlich flöten gehen.
    KI-Bilder bitte vollkommen weg lassen – braucht kein Mensch den Sche*ss.
    Will gar nicht wissen, wieviel Speicher und Daten verbraten wird, wenn heute nahezu jeder KI-Bilder und Videos generieren, die außer einem selbst niemanden interessieren, aber trotzdem geteilt werden.
    Übrigens hat Billy-Boy Gates nun gemeint, dass an KI 1 Millarde Menschen sterben könnten. Warum er das sagt, keine Ahnung. Ok, um Geld geht es, was sonst. Sonst hätte Billy Boy auch nicht die Menschen aufgemuntert sich die gifitige Impfung zu verpassen.

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    1. Nicht ein bisschen. Verbrechen werden preisgegeben. Aber kein Stand der Ermittlungen. Plötzlich heist es,“ Täter“ wurden festgenommen, da “ Beweise“ sicher gestellt wurden. Diese werden aber weder angezweifelt noch überprüft und recherchiert.. Alles nur, was die andere Presse 1 Tag vorher geschrieben hat, wird hier veröffentlicht. Ok,,Ich verstehe, das das Wochenblatt nicht wie die Bild, überall vor Ort ist, wo etwas passiert und die Bild auch noch Fotos macht von den Geschehen.
      Aber Nachforschungen betreiben sollte man selber.

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    2. Das ist meine Aussage gewesen, was ist mit Rainer Oberrueber? Wurde er rehabilitiert, hat man Täter stellen können? Van Bredow, Fall aufgeklärt oder genauso im Dunkeln, keiner redet mehr über Fälle an Ausländern.

      1. Albert Rotzbremsn

        R.O. ist nach jahrelanger Haft und übelster Anschuldigungen (Kindesmisshandlung) von einem Gericht frei gesprochen worden. Was während seiner Abwesenheit aus seinem Eigentum geworden ist und ob er für seine jahrelange Inhaftierung als Unschuldiger einen Händedruck erhalten hat, weiss ich nicht. Was ich weiss: Das Mädchen, das nicht imstande war 50 m selbständig zu laufen, wurde nie gefunden und der dubiose Don Schlufino von der Staatsanwaltschaft nie unter die Lupe genommen, einzig R.O. Naja, Eingeborene können dem Mädchen ja nix angetan haben.
        Fall VanBredow, da sitzt ein Deutscher schon 5 Jahre in U-Haft, obwohl hiesig Gesetz eine maximale U-Haft-Dauer von 2 Jahren vorsieht. Sollte also nur noch maximal 25 Jahre dauern, bis zur Gerichtsverhandlung. Da wäre noch der Eingeborene Elvis Irgendwas zu erwähnen, bei dem viele Euro, Geigen und gefälschtes Testament zu seinen Gunsten gefunden wurde. Ob der genüsslich in Hausarrest absitzt ist anzunehmen.
        .
        Mein Fazit: In einem 9.-Weltland mit einer Justiz auf der geistigen Höhe eines 9-jährigen Europäers (und/oder 30 jährigen, sizilianischen Mafiaboses), geht es vor allem darum, wie das erbeutete Gut gerecht verteilt wird und ob se nach 5 Jahren nicht noch Spuren von wertvoller Polizeiarbeit wie Kreide, Graphitbleisift, Polizei-Fussabdrücke und Scotch-Klebband im Sand finden.
        .
        Ich denke, wo zu doof, zu faul und zu einmal beide, da wird eine vernünftige Ermittlung nie bekannt gegeben werden können. Egal, wichtig ist das Diebesgut. Da kann der Rest noch so ums Müllabfackelfeuerchen tanzen wie ihnen lieb ist. Anyway, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, das kennt man auch hier vom Plaza di Parada der frustrierten Alpendemokratie.

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        1. Und genau das ist es, was ich mit Recherchen meine, Das WB ist gut, keine Frage. Aber Nachforschungen und Hintergrund Informationen fehlen bei vielen Artikeln. Bei Miss(t) Wahlen, ist komplette Information vorhanden.

          1. Albert Rotzbremsn

            Zitat: „Bei Miss(t) Wahlen, ist komplette Information vorhanden.“
            You made my day 🙂
            Ja, Miss(t) Wahlen sind ja auch spannend und weltbewegend (jedenfalls für ein kleines Biotop, die damit Plata verdienen, auch die Zeitungen).
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            Andererseits muss ich das Wochenblatt auch in Schutz nehmen. Selbst grosse Medienhäuser schreiben auch nur die APA ab, basteln ein wenig und veröffentlichen den Mist.
            Wochenblatt ist eben ein kleines Team und kostenlos.
            Aber mit der besten Lösung für gesponserten Content!
            In allen anderen Zeitungen sehe ich aufgrund u-matrix-plug-in nie Werbung.
            Beim Wochenblatt habe ich es noch nicht geschaft, die Werbung abzuschalten.
            Genial gelöst 🙂

          2. Albert Rotzbremsn

            Das ist vermutlich auch schwierig zu recherchieren hier. Wenn da ne grosse Zeitung oder TV-Sender kommt, dann müssen die Politiker irgendwas daher stammeln. Wenn so ne kleine Zeitung kommmt dann… ist gerade niemand da… ruft (nie) zurück… gerade in den Ferien… gerade am Bierpacks leer machen….
            Aber vollkommen richtig. Auch ich wünschte mir, dass so „grosse“ Themen wie bei der Kleinen oder VanBredow weiterverfolgt würden. Ich gehe jedoch davon aus, dass das Wochenblatt-Team schon am Ball ist, aber bis mal von der Justiz wieder einer aus der Hängematte fällt, Jahre vergehen könnnen.
            Das hier ist nicht wie in einem zivilisierten Land, wo Termine der Rechtsverfahren eingehalten werden. Entweder zu heiss, zu kalt, zu strengen Vorabend, keine Lösungsmittel für den Klebstoff der Hängematte, keine Lust zum Arbeiten, spannende Telenovelas, Oma hat geheiratet, die Tochter bekommt ein Kind, Leeres-Bierbüchsentürmchen ist umgefallen und muss wieder gestapelt werden usw. usf.

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          3. Land Of Confusion

            Schon richtig Toto. Über Fälle die länger zurückliegen hört man selten was. Der Fall von Bredow erlebt eine „Aktualisierung“, weil RTL oder irgendein deutsches Medium vor Monaten mal berichtete, dass immer noch ein Deutscher einsitzt und auf die Gerichtverhandlung wartet, siehe was Albert Rotzbremsn schon schrieb. Das greift das Wochenblatt dann schon immerhin auf.
            Ich weiss ja nicht, ob die „echten Menschen“ im Wochenblatt mal versucht haben, Hinterbliebene von Bredow zu recherchieren. Die ebenfalls ermorderte Tochter von Bredow muss ja schließlich auch eine Mutter haben.