Keine Welle der Teuerung: Warum die Preise im Supermarkt trotz Sprit-Schock stabil bleiben

Asunción: Der Präsident des Paraguayischen Supermarktverbands (Capasu), Gustavo Lezcano, erklärte, dass die Verbraucherpreise trotz des Währungsverfalls beim US-Dollar und der Preisanstiege beim Treibstoff in den vergangenen Wochen stabil bleiben.

„Wir verzeichnen aktuell keine Preiserhöhungen“, betonte der Verbandschef bei der Einordnung der verschiedenen Marktfaktoren. „Der US-Dollar hat weltweit an Wert verloren, während die lokalen Währungen aufwerteten. Dadurch muss beispielsweise die Agrar- und Fleischexportbranche ihre Erzeugerpreise leicht anheben, um den Ausfuhrbetrieb aufrechtzuerhalten,“ fügte er an.

Zudem verwies Lezcano auf gestiegene Frachtkosten im Mercosur-Raum sowie im Seefrachtverkehr mit China. Trotz dieser Belastungsfaktoren blieben die Preise auf dem heimischen Markt stabil: „Es gab keinen Ausschlag nach oben, keine Preissprünge.“

„Die Lieferanten erkennen deutlich, dass der Wettbewerb stark über den Preis ausgetragen wird. Dieser Konkurrenzdruck führt derzeit zu einer Seitwärtsbewegung – die Preise bewegen sich weder nach oben noch nach unten“, erläuterte er weiter im Gespräch mit dem Radiosender 1000 AM.

Der Faktor Wettbewerb

„Kraftstoffpreise wirken sich nicht unmittelbar auf unsere Branche aus, da wir als Supermärkte die Brücke zwischen dem Verbraucher und der herstellenden oder importierenden Industrie bilden. Daher erhöhen oder senken wir die Preise nicht eigenmächtig, sondern erhalten einen Einstandspreis, auf den wir feste Handelsspannen für die jeweiligen Warengruppen aufschlagen“, argumentierte Lezcano bezüglich der jüngsten Preisanpassungen im Treibstoffsektor.

Wenn sich die Transportkosten bei eigenen oder fremdvergebenen Logistikdienstleistungen verteuern, müsse das liefernde Unternehmen entscheiden, ob es diese Mehrkosten auf das Endprodukt umlegt. An dieser Stelle greife der freie Wettbewerb und das jeweilige Marktverhalten.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

In den vergangenen Wochen verzeichneten die Kraftstoffpreise spürbare Nachjustierungen – insbesondere beim Diesel, der überwiegend im Transport- und Logistiksektor genutzt wird. Auf der anderen Seite setzt der US-Dollar seinen Talfahrt fort und erreichte Tiefststände, die seit acht Jahren nicht mehr verzeichnet wurden.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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