Asunción: Der Ökonom und ehemalige Finanzminister Manuel Ferreira erklärte, dass der Weltwirtschaft ein Inflationsprozess bevorstehe, der auf geopolitische Faktoren zurückzuführen sei.
„Ich glaube, dass wir weltweit einen Inflationsprozess erleben werden, der im Wesentlichen auf zwei Ereignisse zurückzuführen ist: Den Anstieg der Kraftstoffpreise und die Zerstörung bestimmter industrieller Kapazitäten“, so Ferreira.
Die Krise beeinträchtigt auch die Produktion von Düngemitteln. „Eine der weltweit größten Harnstoffanlagen wurde zerstört, und ihr Wiederaufbau wird zwischen drei und fünf Jahre dauern. Zudem hat China den Verkauf von Düngemitteln an das Ausland gestoppt, was die amerikanische Agrarsaison massiv beeinträchtigt“, erklärte er.
Der Ex-Minister warnte davor, dass sich diese Situation auf die Getreideproduktion auswirken wird. „In den USA spricht man bereits davon, dass weder der Mais- noch der Sojaanbau selbst mit Subventionen profitabel sein werden. In Brasilien liegen die Düngemittelkosten auf dem Niveau der durchschnittlichen Produktionserträge, was viele Produzenten aus dem Markt drängen wird“, erläuterte er.
Er betonte, dass die Verteuerung von Getreide direkte Folgen für die Preise von Grundnahrungsmitteln haben wird. „Das wird sich weltweit auf die Preise für Fleisch, Schwein, Geflügel und Fisch auswirken. Und natürlich verteuert der Anstieg der Kraftstoffpreise alle Güter des täglichen Bedarfs“, hieß es weiter.
Abschließend hielt er den Inflationsdruck für unvermeidlich. „Ein Wert von 16 % als Schätzung erscheint mir zwar als zu hoch gegriffen, aber dass es zu erheblichem Inflationsdruck kommen wird, steht völlig außer Frage“, fasste er zusammen.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv
















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