KI und Kinderfotos: Die unterschätzte Gefahr der visuellen Manipulation

Asunción: Der Cybersicherheitsexperte Miguel Ángel Gaspar schlug Alarm bezüglich der Gefahren, denen Minderjährige durch Smartphones ausgesetzt sind. Er setzte digitale Risiken mit Bedrohungen aus der physischen Welt gleich.

Im Rahmen seiner neuen Kampagne fordert der Experte Eltern dazu auf, zu verstehen, dass mobile Geräte Kinder wie Erwachsene behandeln und sie zum “Rohstoff“ für Daten der großen Technologieplattformen machen.

Gaspar plädiert für ein Handyverbot in Schulen und orientiert sich dabei an erfolgreichen Modellen aus Dänemark und Finnland. Laut dem Experten müsse das Schulumfeld nicht nur vor Ablenkung geschützt werden, sondern auch vor schwerwiegenden Bedrohungen wie Cyberbullying und Belästigung. Zudem enthüllte er eine alarmierende Statistik: Die Fälle von Lehrkräften, die Fotos von Schülern auf ihren privaten Geräten speichern, nehmen zu, was die Privatsphäre der Kinder massiv verletzt.

Die Relevanz dieser Warnung liegt im Konzept des Menschen als “Verhaltensdaten-Lieferant“. Gaspar erklärt, dass soziale Netzwerke nicht mehr nur Produkte verkaufen wollen, sondern das tägliche Leben des Nutzers – Gewohnheiten, Routen und Vorlieben – verarbeiten, um diese zu vermarkten. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz erleichtert die Zurschaustellung von Kindern im Internet es Fremden, die visuelle Identität von Minderjährigen uneingeschränkt abzugreifen und zu manipulieren.

Abschließend betont der Spezialist, dass die Lösung nicht nur rechtlicher Natur sei, sondern ein Thema der öffentlichen Gesundheit. Er fordert die Behörden auf, in die psychologische Betreuung von Opfern zu investieren, und mahnt Eltern zu einer strengen digitalen Verantwortung. Er erinnert daran, dass die Privatsphäre eines Kindes im Internet eine unwiederbringliche Ressource ist.

Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv

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