Konkurs der Kooperative Coronel Oviedo zieht Kreise

Lehrer und Schüler der Schule “Marci Fossati Carmen Flores“, die von Mitgliedern der in Konkurs gegangenen Kooperative Coronel Oviedo Ltda. gebaut wurde, sind besorgt, dass nach der Auflösung der Genossenschaft die Bildungseinrichtung verkauft werden könnte.

Mitglieder der Schulvereinigung behaupten, es sei eine öffentliche Einrichtung, die dem Ministerium für Bildung und Kultur (MEC) unterliegen müsste, jedoch wurde das Land nicht an den Staat überschrieben.

Ein negativer Aspekt und die vielleicht schlimmste aller Folgen nach dem Zusammenbruch der Kooperative Coronel Oviedo, die mehr als 25.000 Mitglieder hatte, könnte sich nun für die 250 Schüler der Bildungsstätte entwickeln, die von Mitgliedern und Eltern gegründet wurde. Entscheidend für den Zusammenbruch war ein hohes Darlehen für die Installation einer Ethanol-Fabrik, die aber nicht zu Stande kam.

Eltern und Lehrer waren sich der Situation bewusst, schon seit September letzten Jahres verhandelten sie mit den Regierungsbehörden von Caaguazú, der Gemeinde Coronel Oviedo sowie weiteren Senatoren und Abgeordneten, um so einen Ausweg zu finden. Keiner war in der Lage, eine Lösung anzubieten.

Bella Luz Urunaga, Direktorin der Schule, sagte, der Gouverneur Mario Varela (ANR) hätte versprochen, die Miete zu bezahlen und sogar eine andere Lokalität gefunden. Daraufhin reagierte das MEC und erklärte, eine öffentliche Schule darf nicht in Mietobjekten unterrichten. Eine andere Möglichkeit wäre, das Objekt von der gebildeten Liquidationskommission für 1.000 Millionen Guaranies zu kaufen, rechtliche Probleme stehen diesem Vorhaben jedoch im Weg.

Die Kommission, bestehend aus vier Mitgliedern, hat nun die Leitung der Schule aufgefordert, das Gelände bis zum 31. Dezember 2015 zu verlassen, auch wenn Lehrer, Eltern und die Direktorin um eine Verlängerung baten. Angeblich soll es einen Käufer geben, der mehr Geld für das Grundstück zahlen würde. Die Eltern sind natürlich empört, dass jetzt ein bauliches Erbe für ihre Kindern an einen privaten Investor verkauft werden soll. Sie haben auch kein Vertrauen in die gebildete Kommission im Sinne der Genossenschaft. Kein Mitglied wollte sich gegenüber der Presse äußern. Nächstes Jahr hätte die Institution 25 jähriges Bestehen feiern können.

Bisher gibt es noch nicht einmal einen Verdächtigen im Fall der Insolvenz der Genossenschaft Coronel Oviedo. Ein Anti-Korruptions-Koordinator hat Klage gegen mehrere Personen eingereicht, die angeblich identifiziert worden seien, verantwortlich für die Pleite der Kooperative zu sein, echte Fortschritte gibt es aber keine. Staatsanwältin Gladys Torales ist für den Fall zuständig.

Quelle: ABC Color