Asunción: Der Finanzanalyst Stan Canova wies darauf hin, dass Kreditkarten im Vergleich zu anderen Finanzprodukten eine relativ leicht zugängliche Form des Konsumkredits darstellen.
Er erklärte, dass während herkömmliche Kredite oft Zinssätze von fast 25 % pro Jahr haben, Kreditkarten derzeit Höchstsätze zwischen 17 % und 18 % aufweisen. Zudem hob er hervor, dass aktuell attraktive Werbeaktionen mit durchschnittlichen Rabatten von 20 % zurückgekehrt sind.
Gleichzeitig warnte er jedoch vor den Risiken einer unsachgemäßen Nutzung. Wenn eine Person über Kreditkarten mit hohen Kreditlimits verfügt, deren Einkommen jedoch deutlich unter diesem Limit liegt, kann dies schnell zu einer finanziellen Notlage führen. In einem solchen Szenario ist der Nutzer gezwungen, lediglich den monatlichen Mindestbetrag zu zahlen, während der Restbetrag weiterhin Zinsen generiert. Mit der Zeit entwickelt sich daraus eine Schuld, die kaum noch zu bewältigen ist. Daher betonte er, wie wichtig es sei, dass das Kreditlimit im Einklang mit dem tatsächlichen Einkommensniveau steht.
Canova fügte hinzu, dass die vielfältigen Erleichterungen, die das System heute bietet, ohne finanzielle Disziplin leicht in eine Schuldenfalle führen können, aus der man nur schwer wieder herausfindet.
Abschließend hielt er fest, dass eine verantwortungsvolle Nutzung der Kreditkarten – bei einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Einkommen und Kreditlimit – es ermöglicht, die verfügbaren Rabatte und Rückerstattungen effizient zu nutzen, ohne die finanzielle Stabilität zu gefährden.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv














