Kriminelle Gleichgültigkeit: Todesfall im IPS enthüllt, dass Angiographie-Gerät ohne Wartungsvertrag betrieben wurde

Asunción: Der Fall von Braulio Vázquez, der verstarb, ohne die notwendige Katheteruntersuchung im Zentralkrankenhaus zu erhalten, hat aufgedeckt, dass das Angiographie-Gerät der Sozialversicherungsbehörde (IPS) seit Dezember ohne gültigen Wartungsvertrag betrieben wurde – trotz technischer Warnungen vor den Risiken einer Nutzung unter diesen Bedingungen.

Die Anzeige des oppositionellen Abgeordneten Mauricio Espínola (Partido Colorado) rückt eine kritische Situation im Zentralkrankenhaus des IPS ins Rampenlicht: Das Angiographie-Gerät, das für hochkomplexe kardiovaskuläre Studien und Eingriffe genutzt wird, soll seit dem 18. Dezember 2025 ohne gültigen Wartungsvertrag in Betrieb sein. Dies geschah trotz formeller Warnungen über die damit verbundenen Risiken für die Patienten.

Zugängliche Dokumente bestätigen, dass der Vertrag für die präventive und korrektive Wartung des Geräts im Dezember letzten Jahres ausgelaufen war. Den Bestimmungen zufolge hätte das Ausschreibungsverfahren für die Erneuerung mindestens sechs Monate im Voraus eingeleitet werden müssen. Dieser Prozess wurde jedoch offenbar nicht innerhalb der vorgesehenen Fristen gestartet.

Die Schwere der Lage wird durch eine technische Notiz des Dienstleistungsunternehmens verschärft. Darin wird festgehalten, dass die Nutzung des Geräts unter den aktuellen Bedingungen ein ernstes Risiko darstellt. Der Bericht warnt vor Defekten im Kühlsystem und weist darauf hin, dass das Gerät überhitzen und während eines invasiven Eingriffs plötzlich ausfallen könnte, was das Leben des Patienten unmittelbar gefährden würde.

Diese Enthüllungen fallen mitten in die Bestürzung über den kürzlichen Tod von Braulio Vázquez, einem IPS-Versicherten, der nicht rechtzeitig einer Katheteruntersuchung unterzogen werden konnte. Nach diesem Fall räumte die Gesundheitsleitung öffentlich technische Probleme an den Hämodynamik-Geräten ein und versicherte, dass der Dienst „in einigen Tagen“ wieder voll einsatzbereit sein werde.

Diese offizielle Darstellung steht jedoch im krassen Widerspruch zur aktuellen Anzeige und den Zeugenaussagen von Angehörigen anderer Patienten. Gestern berichtete eine Frau, dass ihr Ehemann, Hermenegildo Ríos, seit über 20 Tagen stationär auf eine Katheteruntersuchung warte – ohne klare Antworten und mit den immer gleichen Erklärungen über die angebliche Funktionsunfähigkeit des Geräts. Die Familie fürchtet nun ein ähnlich fatales Ende.

Espínola ging über administrative Kritik hinaus und sprach direkt von schwerer Fahrlässigkeit. In seiner Anschuldigung benannte er die Logistikleitung und die Direktion für Elektromedizin als direkt Verantwortliche. Er behauptete, es handele sich nicht um eine einfache bürokratische Verzögerung, sondern um ein Unterlassen, das kritische Patienten betrifft und vertuscht wurde, während man beruhigende Botschaften an die Öffentlichkeit sendete.

Der Fall wirft grundlegende Fragen über das Management strategischer medizinischer Geräte im IPS, die Kontinuität von Wartungsverträgen und interne Kontrollmechanismen auf. Zudem bleibt eine zentrale Frage, die Versicherte und Angehörige beunruhigt: Wenn das Angiographie-Gerät trotz formeller Warnungen ohne technischen Schutz genutzt wurde, wer übernimmt dann die Verantwortung für die eingegangenen Risiken und die Folgen, die sich bereits in der Patientenversorgung zeigen?

Wochenblatt / El Nacional

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