Kulturerbe am Herd: Staat startet Rettungsplan für traditionelle Küche

Asunción: Das Nationale Kultursekretariat (SNC) treibt eine interinstitutionelle Agenda voran, um das traditionelle Wissen, die Rezepte sowie die Zutaten des Landes zu schützen und die paraguayische Küche in der Welt zu positionieren. Durch Maßnahmen zum Erhalt des Kulturerbes und der gastronomischen Diplomatie soll die kulinarische Identität als zentraler Pfeiler für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung gefestigt werden.

Im Rahmen des Schutzes des immateriellen Kulturerbes hat das Sekretariat SNC entscheidende Schritte unternommen, um den kulturellen Wert emblematischer Lebensmittel sichtbar zu machen und zu fördern.

Nachdem die Kandidatur der Chipa zur Aufnahme in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit bei der UNESCO eingereicht wurde, erklärte die Institution kürzlich den paraguayischen Rum (Cana Paraguaya) und den traditionellen Mate-Tee (Cocido Tradicional Paraguayo) zum immateriellen Kulturerbe. Parallel dazu treibt sie ein umfassendes Register von Techniken, Rezepten und über Generationen weitergegebenem Ahnenwissen voran.

Um den rechtlichen und wirtschaftlichen Schutz der lokalen Produkte zu gewährleisten, arbeitet das Sekretariat SNC eng mit der Nationalen Direktion für geistiges Eigentum (Dinapi) an der Entwicklung von Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben zusammen.

Dieses Instrument zielt darauf ab, Güter, deren markante Merkmale auf ihr Territorium, ihre Herstellungsmethoden oder ihr gemeinschaftliches Wissen zurückgehen, in Paraguay und im Ausland anzuerkennen und zu schützen, wodurch die direkte Verbindung zwischen landwirtschaftlichen Produzenten, Köchen und dem kommerziellen Sektor gestärkt wird.

Der Plan sieht zudem eine akademische und dokumentarische Achse vor, die auf den Aufbau einer nationalen gastronomischen Bibliografie ausgerichtet ist. Durch Partnerschaften mit der Wissenschaft und Einrichtungen wie der Nationalbibliothek von Paraguay wurden Meetings zu Schlüsselthemen wie der Chipa, der Küche der Einwanderer, dem Rum und dem Mate-Strauch (Yerba Mate) durchgeführt, um die Ernährungsgeschichte des Landes zu systematisieren.

Darüber hinaus werden die in den territorialen Foren des Nationalen Kulturplans 2050 gesammelten Beiträge die Grundlage dafür bilden, diese Initiativen in staatliche öffentliche Maßnahmen mit langfristiger Perspektive umzuwandeln.

Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen