Asunción: Aufgrund des neuen Reformprojekts der staatlichen Rentenkasse fordern die Lehrergewerkschaften den Dialog und kündigen Unsicherheiten bezüglich des Schulkalenders an.
Der Beginn des Schuljahres in Paraguay ist für den 23. Februar 2026 geplant. Doch die paraguayischen Lehrergewerkschaften warnten nun davor, dass dieser Termin gefährdet sein könnte, sollten ihre Forderungen bezüglich der vom Exekutivorgan dem Nationalkongress vorgelegten Reform der Rentenkasse nicht berücksichtigt werden.
In einem Interview mit dem Sender 780 AM erklärte der Generalsekretär der Organisation der Bildungsarbeiter – Authentisch (OTEP-A), Gabriel Espínola, dass die Lehrkräfte eine tiefgreifende Diskussion über die Rentenreform erwarten. Er betonte, dass ihre Vorschläge einbezogen werden müssen, um Nachteile für den Sektor zu vermeiden. „Wir erwarten eine Debatte und hoffen, dass unsere Argumente zusammen mit unseren Vorschlägen berücksichtigt werden“, so der Gewerkschaftsführer.
Das Reformprojekt, das vom Minister für Wirtschaft und Finanzen, Carlos Fernández Valdovinos, vorgelegt wurde, sieht Anpassungen des Rentensystems vor. Ziel ist es, das System finanziell tragfähig zu machen und die Regelungen zu vereinheitlichen, was sowohl die Beiträge als auch das Renteneintrittsalter betrifft. Der Text soll während der parlamentarischen Sommerpause in öffentlichen Anhörungen des Ständigen Kongressausschusses debattiert werden, unter Beteiligung der betroffenen Sektoren, darunter auch die Lehrerschaft.
Espínola und andere Gewerkschaftsführer wiesen darauf hin, dass die vorgeschlagenen Änderungen negative Auswirkungen auf die Arbeits- und Rentenbedingungen der Lehrer haben könnten – insbesondere durch die Anhebung des Rentenalters und die Erhöhung der Beiträge. Dies sorgt für Unmut und führt zu Forderungen, den ursprünglichen Plan zu überarbeiten.
Die Haltung der Gewerkschaften ist in einem Kontext von Bedeutung, in dem sich die Verhandlungen intensivieren. Öffentliche und private Sektoren analysieren derzeit die Tragweite des Defizits der Rentenkasse. Laut parlamentarischen Berichten könnte das System in den kommenden Jahren ohne strukturelle Maßnahmen finanziell kollabieren.
Die Bildungsbehörden haben sich bisher noch nicht öffentlich zu möglichen Anpassungen des Schulkalenders geäußert. Traditionell beginnt das Schuljahr in Paraguay in der zweiten Februarhälfte. Die Warnung der Gewerkschaften stellt eine zusätzliche Herausforderung für die Regierung und den Kongress dar, die die Notwendigkeit der fiskalischen Nachhaltigkeit mit der Pflicht in Einklang bringen müssen, den geregelten Schulbetrieb für tausende Schüler im ganzen Land zu gewährleisten.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















