Asunción: Eine Frau hat einen versuchten Feminizid durch ihren Ex-Partner angezeigt, der am Samstagabend in einem Viertel von Asunción mit seinem Fahrzeug in ihr Haus raste und sie schlug. Das Opfer prangerte zudem polizeiliche Nachlässigkeit an, da ihre Anzeige zunächst nicht aufgenommen wurde.
Der Mann, identifiziert als Marcelo Espínola, rammte das Haus seiner Ex-Partnerin und schlug sie laut ihrer Aussage mehrfach. Der Vorfall ereignete sich im Viertel San Jorge in Asunción. Das Opfer, das anonym bleiben möchte, berichtete gegenüber Telefuturo, dass sie im Bad war, als sie einen lauten Knall hörte. Als sie herauskam, sah sie, dass das Auto ihres Ex-Partners Teile der Hausstruktur zum Einsturz gebracht hatte, während ihr gemeinsamer Sohn sich zusammenkauerte, um nicht von Trümmern getroffen zu werden.
Als die Frau den Mann zur Rede stellte, stieg dieser aus dem Wagen und begann, sie körperlich anzugreifen. Inmitten des Chaos rief die Frau nach ihrem Ex-Partner, der schließlich bewusstlos unter Trümmern und eingeklemmten Stühlen gefunden wurde. Kurzzeitig wurde befürchtet, er sei verstorben, doch seine Vitalzeichen wurden bestätigt. Als Nachbarn aufgrund der Schreie herbeieilten, ließ der Mann von der Frau ab und setzte sich auf einen Stein. Beamte des 20. Reviers griffen ein und nahmen den Täter fest, der sich nun in einer Zelle befindet.
Vorwurf der polizeilichen Untätigkeit
Das Opfer kritisierte zudem, dass die Polizisten ihre Anzeige wegen versuchten Feminizids nicht aufnahmen und sich nicht nach ihrem Befinden erkundigten. Stattdessen hätten sie den Mann „geschützt“. Der Beschuldigte behauptete, er habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Laut der Frau soll der Festgenommene Drogenkonsument sein. Sie gab an, dass die Beziehung aufgrund ständiger Misshandlungen und aus Angst um ihr Leben endete; Espínola habe sie jedoch systematisch durch Anrufe und Nachrichten bedroht und belästigt.
Wochenblatt / Última Hora















