Marito und Santi ziehen an einem Strang

Asunción: Wie nicht anders zu erwarten fusionierten beide Listen und Kräfte werden gebündelt. Die Colorado Partei bringt sich in Stellung. Verstörend sind dabei nur einige Aussagen.

Der Präsidentschaftskandidat der Liste 1, Mario Abdo Benítez, bekommt Unterstützung von seinem vorherigen Gegenspieler bei den internen Wahlen, Santiago Peña. Er sagte zudem, “dass das Beste was Paraguay passieren kann, ist, das Mario Abdo Präsident des Landes wird“. Noch am 10. Dezember, also vor den internen Wahlen der Partei, erklärte Peña, “seinen Sieg schon spüren zu können“ und wollte sich “als bester Präsident des Landes behaupten“. Auch wenn dies kein Widerspruch darstellt hat, sich seine Einstellung zum Mitstreiter komplett geändert.

Über zwei Stunden dauerte das Treffen beider im Haus des ehemaligen Ministers für Finanzen. Im Verlauf der Woche traf sich Mario Abdo Benítez schon mit Präsident Horacio Cartes wie auch mit Nicanor Duarte Frutos, um eine gemeinsame Arbeit aller für die Partei sicherzustellen.

Überschattet wird dies weiterhin von der Ungewissheit, was mit Ex Senator Óscar González Daher passiert. Sollte dieser seine Kandidatur zurückziehen, wäre der Partei geholfen. Sein Einfluss ist jedoch so groß, dass ihm keiner innerhalb der politischen Vereinigung etwas vorschreiben will noch kann.

Santiago Peña sagte abschließend vor der Presse “Ich bin sehr glücklich über die exzellente Konversation. Wir müssen alles geben und zusammenarbeiten. Ich bin bereit ihm zu helfen, ohne Forderungen zu stellen“.

Wochenblatt / Hoy

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8 Kommentare zu “Marito und Santi ziehen an einem Strang

  1. Schöne Worte finden und überzeugend wirken – das ist eine besondere Gabe der Paraguayer. Nur noch übertroffen von deren Spitzenpolitikern. Doch was sind schon schöne Reden, zumal meist ohne konkreten Inhalt? Wie steht schon in der Bibel: „Ihre Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ und „an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“.

  2. „Ihre Worte [Die Botschaft] höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ ist von Goethe, Faust I, oder irre ich da und Goethe hat aus der Bibel abgeschrieben?

      1. Wer sich mit einem nicht vorhandenen Professorentitel schmückt, angeblich Hochschuldozent und Schriftsteller sein will und es nicht ist, sich als Agnostiker bezeichnet und keine Ahnung hat was das Wesen eines Agnostikers ausmacht, darüber hinaus x-mal seine Pseudonyme ändert, der sollte sich besser mehr Zurückhaltung auferlegen.

        1. @Simplicus: wußte ich doch: was Sie nicht alles über mich wissen. Also doch: das müssen CIA-Erkenntnisse sein. Vom FSB können diese Erkenntnisse nicht stammen. Übrigens: gestern auf Deutsche Welle: der russische FSB-Inlandsgeheimdienst…… Also kann nicht er es sein, der sich um ausländische Angelegenheiten kümmert.

      2. Darf man schon, bringt nur nichts. Beweis gefällig? https://wochenblatt.cc/das-kostet-der-noch-resultatlose-kampf-gegen-die-epp/#comment-146130

  3. Meine Kollegen sagten schon vor den Vorwahlen „Despues de las internas son amigos otra vez.“

    Aber dieser Gonzalez Daher scheint ein richtiges Krebsgeschwuer zu sein. Trotz Skandale, will er weiterhin an der Macht bleiben und die Mitlaeufer seiner Partei ueberlegen sich nur, wie man das den Leuten irgendwie verkaufen soll. Am besten nur schweigen ueber das Thema.
    Die einzige Quittung darf eigentlich nur eine krachende Niederlage der Colorados sein. Aber werden es die Liberalen besser machen? Wohl kaum…
    Vor allem im Landesinneren waehlen die (wenig gebildeten) Menschen rot – weil sie es schon immer gemacht haben und die Colorados immer ein schoenes Asado vor den Wahlen organisieren.

  4. Mit den Präsidentschaftswahlen hat Paraguay seit Jahrzehnten auch ein Pendant zu den Miss Deutschland Wahlen: Jeder möchte der Beste werden und nach dem Abgang in die Geschichte eingehen als noch erfolgreicher monetär abgarniert und noch mehr Tios, Amigos, Padrinos und Hermanos in einer Planstelle platziert zu haben als die Vorgänger.