Medizin aus dem Wald: Forscher ernten erstmals Honig seltener Bienenarten

Hernandarias: Im Schutzgebiet für Meliponini und Solitärbienen, das zum biologischen Refugium Mbaracayú von Itaipú (Saltos del Guairá) gehört, wurde die erste Honigentnahme erfolgreich durchgeführt. Techniker aus dem binationalen Wasserkraftwerk, unter fachlicher Begleitung von Carlos López, einem Meliponikultur-Experten aus der Region, waren bei dem Versuch federführend.

Bei dieser ersten Entnahme wurde Honig der Jate’i-Bienen (Tetragonisca spp.) geerntet – eine der am weitesten verbreiteten heimischen stachellosen Bienenarten der Region.

„Das Ziel dieser Entnahme ist es, Interessierten zu zeigen, dass Meliponikultur (die Haltung stachelloser Bienen) auf nachhaltige Weise möglich ist. Gleichzeitig möchten wir den Jate’i-Honig nutzen, der aufgrund seiner medizinischen Eigenschaften sehr geschätzt wird“, erklärte César Mendoza, der Leiter des Refugiums.

In diesem Zusammenhang betonte er, dass es sich um eine Pionierinitiative innerhalb des Schutzgebietes handelt, die noch vor dem ersten Jahrestag der Eröffnung umgesetzt werden konnte.

Der gewonnene Honig wird für Ausstellungen und Verkostungen aufbewahrt und soll als Präsent für die Öffentlichkeit während einer Gedenkveranstaltung zum Welttag der Bienen am 20. Mai dienen. Bei dieser Gelegenheit ist auch geplant, weitere Nebenprodukte wie Wachs und Pollen zu präsentieren, um den ganzheitlichen Wert dieser Arten zu vermitteln.

„Wir möchten, dass die Besucher des Refugiums die Bedeutung unserer heimischen stachellosen Bienen verstehen, erfahren, wie wir sie schützen und welche grundlegende Rolle sie in der Natur spielen“, so Mendoza. Er fügte abschließend hinzu, dass die pädagogische Wirkung des Refugiums entscheidend sei, um das Umweltbewusstsein zu schärfen und verantwortungsvolle Naturschutzpraktiken zu fördern.

Wochenblatt / IP Paraguay

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