Mehr als 30 Häuser nach einem Sturm eingestürzt

Asunción: Mehrere Häuser stürzten an diesem Sonntag im Viertel Chacarita und den Gebieten um die Costanera der Hauptstadt von Paraguay nach einem Sturm am gestrigen Sonntag ein.

Mitglieder der 3. Kompanie des paraguayischen Freiwilligen Feuerwehrkorps (CBVP) berichteten über Twitter, dass am Nachmittag dieses Sonntags 37 Häuser im Stadtteil Ricardo Brugada (Chacarita) von Asunción aufgrund eines schweren Unwetters einstürzten.

Dabei handelt es sich um prekäre Konstruktionen, die an der Costanera der Hauptstadt des Landes errichtet und vollständig zerstört wurden. Außerdem hatte der starke Sturm in der Umgebung Stromleitungen herabgerissen.

„Unsere Feuerwehrleute führen eine Schadensaufnahme durch, derzeit sind 37 prekäre Häuser betroffen. Es gibt teilweise eingestürzte Decken und Wände sowie freiliegende Stromleitungen“, berichteten sie von der CBVP über Twitter.

Freiwillige Feuerwehrleute waren am Einsatzort und führten die Suche nach Personen durch, die von den eingestürzten Häusern betroffen sein könnten, aber bisher wurden keine ernsthaften Verletzten oder Todesfälle gemeldet.

Einige Anwohner mussten jedoch ärztlich behandelt werden. Sie hatten leichte Verletzungen erlitten.

Wochenblatt / Ultima Hora / Twitter

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3 Kommentare zu “Mehr als 30 Häuser nach einem Sturm eingestürzt

  1. DerEulenspiegel

    Was für eine Übertreibung. Das waren doch keine „Häuser“, sondern bestenfalls wackelige Sperrholz-Bretterbuden, die meistens auch noch ohne Genehmigung einfach dort aufgebaut wurden, teilweise sogar auf öffentlichen Gehwegen. Doch was nun, liebe Politker? Während sich die Politiker Monat für Monat ihre Taschen füllen, hohe Spesen abkassieren, dazu Benzingeld ohne Nachweis und teure 5-Sterne Menüs umsonst bekommen, sitzen Menschen buchstäblich auf der Straße, im Dreck und kommen dank einer „grundsoliden Schuldbildung“ niemals aus diesem Elend heraus. Hier die „Hölle auf Erden“ – nicht weit davon grenzenlose Einkommen ohne großen Gegenleistung – einfach „paradiesisch“!

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  2. Das Problem ist die Landflucht. Die Leute denken, dass es ihnen in der Stadt besser ginge. Dem ist aber nicht so. Hier auf dem Land kannst Du eigentlich gar nicht verhungern, denn überall wächst was, was man essen kann. Man muss sich nur bücken und strecken.
    Wanderarbeiter bekommen meistens auch eine Wohngelegenheit von ihrem Arbeitgeber. Viele sorgen für mindestens eine Mahlzeit wärend der Arbeitszeit.
    Trotzdem flüchten sie in die Städte, weil sie denken da ist alles wie in den Telenovelas im Fernsehen. Man braucht nur in die Stadt und bekommt sofort einen gut bezahlen Arbeitsplatz und dann hängt man die Abende im Cafe rum und macht Party, wie im Fernsehen. Und die Realität sieht so aus, dass die dann in Bretterbuden hausen, alles vollmüllen und wo die Ratten dann hausen.
    Aber im Grunde geht es in Paraguay ja noch gut. Sind ja lange nicht so viele und große Favelas in Asu wie in Rio und ich denke mal, in Chacarita braucht man auch nicht so viel Angst haben wie in den Favelas in Rio oder Sao Paulo.
    Also ich würde lieber durch Chacarita laufen als in Berlin Kreuzberg U-Bahn fahren.

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    1. In Brasilien sollen über 11 Millionen Menschen (=6% der brasil. Bevölkerung) in Favelas leben. Die größte Favela Südamerikas ist Rocinha in Rio mit über 200000 Einwohnern, eine andere von fast 750 Stück in Rio hat ca. 60000 Einwohner. 20% der Bevölkerung von Rio (insg. ca. 6,3 Mio. Ew) leben in Favelas. Genaue Zahlen kennt man nicht. Viele werden von der Drogenmafia kontrolliert. Mehrere Millionen Einwohner der brasilianischen Stadt São Paulo (mit ca. 12 Mio Ew, insg., Großraum hat ca. 20 Mio. Ew) wohnen in 2000 bis 2500 Favelas und über zwei Millionen in informellen Siedlungen. Eine der größten Favelas in São Paulo mit über 100000 Ew ist Paraisópolis mit eigener Bank und eigener Währung (Nova Paraisópolis). Allerdings sind die Häuser nicht alles Bretterbuden mit Wellblechdächern, sondern dicht gedrängt stehende Ziegelsteinbauten, zum Teil sogar mehrstöckig.
      Asuncion mit seinen paar Elendsvierteln ist ein Witz dagegen, auch was die Kriminalitätsrate angeht.
      Ich bin schon durch Chacarita gelaufen, wegen Abkürzung zur Costanera, nichts passiert, man hat mich nicht beachtet. Ebenso Banado Sur als ich zum Cerro Lambaré hochgegangen bin, auch da kein Problem, keine Belästigungen. Da war gerade Hochwasser und die Einwohner mussten notgedrungen umziehen.