Asunción: Eines der schwierigsten Dinge, auf die man auf Reisen verzichten muss? Das Essen. Im koreanischen Restaurant DAK’S versteht und ehrt man die tiefe Verbindung, die Menschen zu vertrauten Aromen haben. Essen ist so tief in uns verwurzelt, dass es – wie bei dem strengen Kritiker im Disney-Film Ratatouille – zum schnellsten und erschwinglichsten Weg wird, Menschen zurück in ihre ursprüngliche Heimat zu versetzen.
Was also tun, wenn man sich nach etwas Bestimmtem sehnt, das man nirgendwo sonst finden kann? Alejandro Lee beschloss, daraus ein Geschäft zu machen und den Geschmack der Heimat mit Paraguayern und Neuankömmlingen zu teilen.
Einen herzlichen und einladenden Ort schaffen
„Obwohl das DAK’S ein relativ neuer Ort ist, möchten wir eine warme und gemütliche Atmosphäre schaffen“, erklärt Lee, während sein Gesicht aufleuchtet, wenn er über seine Arbeit spricht. „Auf Koreanisch wird das Wort für Hähnchen dak ausgesprochen. Da wir uns auf Gerichte mit Hähnchen spezialisiert haben, nutzen wir den englischen Plural für unseren Namen – also DAK’S“, fügt er an.
Sobald man unter dem orangefarbenen DAK’S-Schild hindurchgeht, bemerkt man den menschlichen und ehrlichen Umgang mit Lebensmitteln. Das Interieur verbindet moderne Akzente mit einer entspannten Atmosphäre, die die Gäste dazu einlädt, sich niederzulassen und ihre Zeit ohne Zeitdruck zu genießen.
„Anstatt eines künstlichen Konzepts wollen wir einen komfortablen Raum schaffen, in den jeder ohne Druck kommen kann. Die Beständigkeit im Geschmack und im Service ist das, was wir am meisten schätzen“, betonte Lee. Diese Philosophie geht über die Einrichtung hinaus – von der freundlichen Begrüßung an der Tür bis zur Sorgfalt bei der Präsentation jedes Tellers.
Ein vielfältiges Publikum
Die Kundschaft ist bunt gemischt. „Wir werden von Menschen besucht, die eine Pause von ihrem Alltag suchen, von Leuten, die die Qualität des Essens schätzen, und vor allem von denen, die den authentischen Geschmack Koreas erleben wollen“, berichtet er weiter.
Korea und Paraguay verbindet eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1962 zurückreicht, als beide Länder diplomatische Beziehungen aufnahmen – etwas, das auch Alejandro bemerkt: „Viele Kunden grüßen auf Koreanisch. Es gibt viele Menschen in Paraguay, die die Sprache sprechen.“
Er erinnert sich auch an einen besonderen Besuch: „Einmal besuchte uns eine Nonne, die wir oft in der Nachbarschaft sahen. Sie lebte viele Jahre in Korea und spricht die Sprache perfekt.“
Das Restaurant legt Wert auf eine entspannte Atmosphäre fernab von Lärm. „Wir möchten, dass die Leute sich wie zu Hause fühlen“, betont Lee – ein Prinzip, das besonders wichtig ist, wenn man jemandem ein traditionelles Gericht serviert, der es noch nie zuvor probiert hat.
Was probiert man im DAK’S?
Lee kennt die Favoriten auswendig. „Für diejenigen, die verschiedene Saucen probieren möchten, ist das ’Original‘-Menü mit einer zusätzlichen Sauce sehr beliebt. Wer einen moderat scharfen Geschmack sucht, wählt oft das ’Supreme‘-Menü,’“, betont er.
Für abenteuerlustige Gäste hat Lee eine spezielle Empfehlung: „Unsere emblematische Zwiebel-Joghurt-Sauce ist sehr zu empfehlen. Es ist eine Sauce, die wir selbst herstellen und die man sonst nirgendwo in Paraguay findet.“
Die Kombination aus hochwertigen Zutaten, unverwechselbaren Saucen und sorgfältig zubereiteten Beilagen trägt zum Ruf des Restaurants bei, eine Mahlzeit anzubieten, die sowohl satt macht als auch in Erinnerung bleibt.
Wochenblatt / Asunción Times












