Meisterwerk des Handwerks: Silvio Grance Morilla baut riesigen Gedenk-Karren für mennonitische Feier

Belén: Der 52-jährige Handwerker Silvio Grance Morilla, stammend aus Paso Urunde’y, Distrikt Belén, Concepción, arbeitet an der Konstruktion des größten Ochsenkarrens Paraguays.

Dabei handelt es sich um einen Sonderauftrag von mennonitischen Familien aus dem Chaco. Der Ochsenkarren, vollständig aus Holz gefertigt, wird 16 Meter lang, 7 Meter hoch und 4 Meter breit sein.

Wie Morilla erklärte, wurden alle Materialien in Belén vorbereitet und anschließend in den Chaco transportiert, wo der Aufbau der gigantischen Struktur begann, die Morilla selbst als das Meisterwerk seiner Karriere betrachtet.

Der Ochsenkarren, vollständig aus Holz gebaut, wird nach Fertigstellung ein geschätztes Gewicht von 17 Tonnen aufweisen.

Der Handwerker teilte mit, dass die Arbeiten noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Der größte Ochsenkarren des Landes wird dann im Chaco stehen und von vielen Besuchern zu bewundern sein.

Die Bestellung ist Teil einer besonderen Feier, die von mennonitischen Gemeinschaften organisiert wird. Diese bereiten eine Parade und Gedenkaktivitäten vor, an denen Vertreter aus verschiedenen europäischen Ländern teilnehmen werden. Die Veranstaltung soll an die Anfänge der deutschen Kolonisierung im paraguayischen Chaco erinnern.

Die Fertigstellung dieses monumentalen Ochsenkarrens, der in seiner Größe die traditionelle paraguayische Handwerkskunst symbolisch überragt, ist mehr als nur ein Bauprojekt. Er stellt ein greifbares historisches Zeugnis dar. Für die mennonitischen Gemeinden im Chaco wird er bei der bevorstehenden Feier, an der auch europäische Gäste teilnehmen werden, ein kraftvolles Symbol für die Ausdauer, die Kultur und die tiefen Wurzeln ihrer Gemeinschaft in Paraguay sein.

Wochenblatt / Ultima Hora

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