Mit 40 sei es schwierig, einen Job zu bekommen

Asunción: Der Beschäftigungsspezialist Enrique López Arce bedauerte, dass es in Paraguay so kompliziert sei, mit vierzig einen Job zu bekommen.

Er erklärte, dass es gewisse Vorurteile und Stigmata gegenüber diesem Bevölkerungsteil gebe, die sich aber nicht in der Realität widerspiegelten. „Von 1.600.000 Paraguayern über 40 Jahren gibt es 500.000, die keinen Job haben“, sagte er.

Der Experte lieferte weitere Statistiken zu dieser Situation, die einen großen Teil der Bevölkerung betrifft: „Von zehn Arbeitssuchenden in diesem Alter bekommen nur zwei von ihnen einen Job. Von zehn Anzeigen in Netzwerken, in denen das Alter verlangt wird, fordern sie ein Alter zwischen 35 und 40 Jahren“, fügte Arce an.

Er erklärte, dass unter diesen Vorurteilen angenommen werde, dass “Menschen dieses Alters Computer nicht verstehen, das ist aber eine Lüge“. Als weiteren Punkt wies er darauf hin, dass es auf Seiten der Unternehmen eine “Arbeitsplatzprekarität“ gebe, “auf unserem Markt wollen sie oft nicht für die Erfahrung bezahlen“, fügte Arce hinzu.

Abschließend bezeichnete er die aktuelle Beschäftigungslage als “unfair“. „Das durchschnittliche Lebensalter liegt bei fast 80 Jahren. Was wird man tun, wenn es einem in der Mitte seines Lebens bereits sehr schwerfällt, einen Job zu finden“, erklärte Arce.

Wochenblatt / Mas Encarnación / Beitragsbild Archiv

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5 Kommentare zu “Mit 40 sei es schwierig, einen Job zu bekommen

  1. Warum wird nach einem Arbeitsplatz gefragt? Mir reicht es ein Einkommen zu haben. Eines der Laender mit der höchsten Arbeitslosigkeit ist uebrigens Monaco und von dort hoert man gar keine Klagen darueber?

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  2. Wer über 40 ist und einen Job sucht, hat es wirklich nicht leicht. Ab dem Alter konkurriert man meistens mit jungen Hüpfern, die selbst in einer sehr hohen Zahl Arbeit sucht um meistens ziemlich niedrig bezahlte Stellen anzunehmen.
    Man geht von Arbeitgeberseiter davon aus, dass man ab einem gewissen Alter eine Führungsposition hat – aber die gibt es in der Anzahl wie es Leute gibt, einfach nicht.
    Ich höre auch immer mehr von jungen Leuten, die motiviert 5 Jahre irgendwas studieren, weil ja ständig wiederhlt wird, Paraguay braucht mehr gebildete Fachkräfte, und dann mit der brutalen Arbeitsmarktrealität konfrontiert werden. Auch hier droht die Überakademisierung. Und ich rede nicht mal von Geisteswissenschaftler (die gibt es eh kaum), sondern auch von Ingenieuren.

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    1. Weil fast 100% der Ingeneuersposten/ Leitungsposten von Amigos besetzt sind. Nicht weil die was können im Job, weil Amigo/ Familie usw. Die was können / wirklich studiert haben und keine Amigopartei angehören, erhalten höchsten einen Laufburschen Posten.

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  3. Lukas 24,34 Der HERR ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!

    Im städtischen Umfeld mag es so sein. Auf dem Lande ist es gerade umgekehrt. Ich stell keine jungen Leute mehr an. Die wollen nicht arbeiten. Besonders Hände weg von Städtern die auf dem Lande arbeit suchen. Das sind oft abgehalfterte Amtsschimmel denen ein Beamtenleben mit Beamtengehalt vorschwebt.
    Auch aus den Ballungszentren des Chaco sollte man nicht Arbeiter anstellen. Die haben da schon eine semikommunistische Mentalität und haben eine Tendenz lieber sich als Motochorro oder Gelegenheitsdieb durchzuschlagen als wirklich eine anstrengende Arbeit auf dem Lande zu machen.
    Ja im städtischen Bereich wo der Hauptmerk auf Amtsschimmel, Bürokratie und Dienstleistungen ist sind die jungen Lateiner wie geschaffen. Am Fließband einer Fabrik zu stehen ist aber wiederum nicht so ihr Ding.
    Da wiehert mal wider der Amtsschimmel!
    Ich habe meinen 40+ Arbeiter der nun beim Häuslebau ist (er baut sich nun sein eigenes Haus) für eine Weile weg ist, den Vertrag für 10 Jahre verlängert. Seinen alten Padrastro (ein Säufer den ich aber auf Tagelohnbasis hab), hab ich auch noch. Warum? Er ist 50+ und leistet nicht mehr so viel wegen versoffenem Körper. Aber, er ist immer zur Stelle und willig die Arbeit zu machen.
    So wie Soros oder einer dieser Magnaten schon sagte: Das letzte was du willst ist einen klugen Arbeiter der zur Kriminalität neigt denn seine Klugheit nutzt er nur zu kriminellen Zwecken. Besser ist einen ehrlichen Dummkopf dem die Kriminalität nicht in den Sinn kommt da der Esel dazu zu dumm ist aber so leidlich unter Weisung die grundlegende Arbeit macht.
    Diese Weisheit kann ich nur bestätigen. Ein Paraguayer stellt sich aber meist dumm um immer weniger machen zu müssen. Also sie sind meist relativ schlau aber eben zu kriminellen Zwecken und Absichten.
    Die Lateiner sind ziemlich den Tataren der Krim ähnlich wie die Mennoniten aus Filadelfia und Friesland sie bis 1935 in Südrußland erlebten. Nach der damaligen Literatur waren die Tataren (moslems) arbeitsscheu aber sie mochten es als Kutscher Dinge zu transportieren. Sie waren also die geborenen Chauffeure. Ein Chauffeur charakterisiert sich dadurch daß er eben Chauffeur ist um sich nicht zu sehr anzustrengen bei körperlicher Arbeit sondern nur Dinge mit hohem Gewinn in kurzer Arbeitsspanne mal schnell transportieren will und dieser Gewinn von etwa einer Woche Arbeit im Monat soll nun für den ganzen Monat reichen. Das steckt hinter der Chauffeurmentalität – es ist eine der körperlichen Arbeit abgeneigte Person.
    Heute nennt man diese Leute Drogenschmuggler und Schmuggler denn diese Mentalität führt mit der Zeit eben in den Drogentransport denn der Chauffeur muß ökonomisieren und das kleinste Stückgut mit dem höchsten Wert für einen hohen Profit transportieren. Und das sind eben Drogen, geschmuggelte iPhones, Raubkopien von Stanley Thermosbecher, Brennstoffschmuggel, Menschenhandel (Prostitution mit Menschenschlepperei) und ähnliches.
    Der Germane steht lieber am Fließband der Fabrik die Sachwerte herstellt und der Lateiner ist eben lieber Chauffeur und Transporteur. Das ist das ganze Geheimnis der unterschiedlichen Wirtschaft und zwischen der Ersten Welt und der Dritten Welt.
    Es ist die Chauffeursmentalität die die Dritte Welt unterentwickelt hält.
    Im Chaco reduziert man schon drastisch die Arbeitsplätze wegen diesem Phänomen. Klartext: Die Bauern sterben aus da niemand die Schwerstarbeit will für so wenig Geld bzw für eine Rote Null am Ende der Bilanz.
    Goldene Regel: Die Urenkel der Chacokriegsgeneration wollten noch arbeiten – alles andere danach wird keine Anstellung mehr bekommen und schlittert in die Kriminalität.
    Der Opa meines 50+ Arbeiters war im Chacokrieg und siechte dahin an einer nie heilenden Kopfwunde. Er ist der Enkel und mein anderer Arbeiter der nun sein Häusle baut ist also der Urenkel (mehr oder weniger da niemand so recht weiß wer wen gevatert hat in Paraguay). Alles was jünger ist als 40 ist für die Katz auf dem Lande es sei denn es sind so leichte Jobs wie Koch und so wo eben man sich nicht den Steiß allzusehr anschwitzt.
    Klar, diese 40+ Leute haben keine Ahnung vom PC, sind aber schon bis zum Handy gekommen, auch Smartphone. Der Padrastro hat kein Smartphone, bezeichnenderweise, der 40 Jährige aber schon. So da sehen sie schon mal den Unterschied zwischen den Generationen – als wiehernder Amtsschimmel und Bürohengst taugten beide nicht.
    Der Lateiner ist perfekt für eine Verwaltungs- und Dienstleistungsökonomie – für eine Produktions- und Erfinderökonomie taugt der Lateiner nicht, genausowenig wie der Tatare damals in der Krim.
    Daher konzentriert sich die lateinamerikanische Wirtschaft generell eben auf den Drogenhandel. Es sind Leute mit der Kutschermentalität.

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  4. Wer hier studiert und noch ein paar Tage Studium der Öffentlichen Vorlesungen in USA dranhängt, bekommt sicher einen Job in einem Großbetrieb. Nur hierzulande gibt es so viele Großbetriebe nun auch wieder nicht, wie Arbeit gesucht wird. Das meiste sind Family-Betriebe. In zivilisierten Ländern sagt man denen KMUs. Und da kommst nur nei, wenn Angehöriger des Family-Clans bist. Jeder andere könnte etwa stehlen, Eingeborener:*In traut niemandem, dann ist er weg, dann müsstens zur hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolizei und -justiz. Da könntens gerade so gut ins Müllabfackelfeuerchen brünzeln.

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