Mit viel Arbeit aber ohne Lohn

Cambyretá: Der Staat kümmert sich um die Seinigen, so heißt es immerfort. Bei Stefani Hinterleitner, eine Paraguayerin mit österreichischer Abstammung, sieht das anders aus. Seit zwei Jahren arbeitet sie auf dem örtlichen Standesamt, ohne bezahlt zu werden.

Obwohl Vertreter überordneter Stellen ihr eine feste Bezahlung versprachen ist Frau Hinterleitner weiterhin geduldig. Ähnlich wie bei Stellen für Lehrkräfte muss man erstmal unentgeltlich zeigen was man drauf hat, bevor es Geld dafür gibt.

Ohne sie hätten hundert Menschen aus den umliegenden Ortsteilen der von Einwanderern besiedelten Stadt eine schwierige Reise nach Encarnación vor sich gehabt, um Geburtsurkunden, Heiratsurkunden oder Sterbeurkunden sich ausstellen zu lassen. Obwohl sie Nächstenliebe übt, ändert dass nichts daran, dass man im Supermarkt dafür nichts kaufen kann. Die Tochter von Einwanderern hofft, dass die bald eine positive Benachrichtigung über ein Monatsgehalt bekommt. Genug dafür getan hat sie jedenfalls.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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