Moderatorin zeigt sexuelle Belästigung von Kollegen an und wird vom Sender verklagt

Asunción: Die Journalistin Angie Prieto wurde von Canal 9 SNT wegen Verleumdung verklagt, nachdem sie sich den Vorwürfen der sexuellen Belästigung ihrer Kollegen angeschlossen hatte. Ein ehemaliger Manager des Senders wurde in diesem Fall angeklagt.

„Leider endet dieser Kampf auf diese Weise“, sagte Angie Prieto, eine der Journalistinnen, die gegen die sexuelle und arbeitsrechtliche Belästigung weiblicher Beschäftigter bei Kanal 9 und C9N protestiert hatten, die von dem Journalisten Carlos Granada in seiner Eigenschaft als Manager ausgeübt wurde, der nun von der Staatsanwaltschaft angeklagt wurde.

Die Journalistin erklärte gestern gegenüber Radio Monumental, dass ihr Vertrag nach einem Monat des Protests ausgesetzt wurde und sie gleichzeitig erfuhr, dass sie vor einem Monat wegen Verleumdung verklagt worden war. Sie prangerte die Verfolgung der Opfer durch die Geschäftsführung an.

Televisora del Este SA, Eigentümerin des Kanals 9 SNT Cerro Corá, verklagte die Arbeitnehmerin wegen Verleumdung, die wegen ihrer 13 Jahre an dem Arbeitsplatz inzwischen Kündigungsschutz hat.

„Sie setzen meinen Vertrag aus, ohne dass ich vorher untersucht wurde oder die Möglichkeit hatte, mich zu verteidigen. Sie setzen meinen Vertrag aus, obwohl ich seit 13 Jahren hier arbeite. Leider schmerzt mich diese Situation, die mich sehr verletzt, sehr, weil die Protokolle zum Schutz des Opfers nicht aktiviert wurden“, sagte sie dem Radiosender.

Prieto wies zuvor darauf hin, dass drei weibliche Beschäftigte aus demselben Grund entlassen wurden, die daraufhin entsprechende Beschwerden beim Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und soziale Sicherheit (MTESS) einreichten, das in dieser Angelegenheit bisher nicht tätig geworden ist.

„Es ist wirklich sehr kompliziert, denn ich habe zu keinem Zeitpunkt die Taten begangen, die sie behaupten. Ich habe immer versucht, alles richtig zu machen, mich zu wehren und meine Kollegen vor diesen Übergriffen und Belästigungen am Arbeitsplatz zu schützen“, so die betroffene Arbeitnehmerin.

Die Journalistin wertete diese Situation als Einschüchterung und Belästigung, „um weiterhin Angst zu verbreiten, damit sich niemand zu Wort meldet“, zumal nach Carlos Granada ein weiterer Manager wegen der gleichen Handlungen angezeigt wurde. In diesem Zusammenhang hat auch ein Kollege, der angeblich Opfer einer Belästigung war, gekündigt.

„Ich habe überlegt, ob ich kündigen soll, weil ich es nicht mehr aushalten konnte. Nach dem Fall Granada wurde die Atmosphäre schrecklich“, sagte sie.

Die Verteidigung des beschuldigten ehemaligen Managers, vertreten durch den Anwalt Álvaro Arias, legte Berufung ein, um die von den Staatsanwälten Nathalia Silva, Luz Guerrero und Claudia Aguilera erhobenen Anklagen wegen angeblicher sexueller Belästigung, sexueller Nötigung und Nötigung aufzuheben.

Er legte auch gegen die Entscheidung, mit der das Strafverfahren zugelassen wurde, Berufung ein.

Richter Julián López wies zunächst den Einspruch der Verteidigung gegen die Zulassung der Anklage zurück. Später lehnte er auch den Antrag auf Annullierung ab. Gegen beide wurde Berufung eingelegt.

Granada soll seine Position als Manager von Canal 9 ausgenutzt haben, um mehrere Journalisten sexuell zu belästigen.

Wochenblatt / Última Hora

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

2 Kommentare zu “Moderatorin zeigt sexuelle Belästigung von Kollegen an und wird vom Sender verklagt

  1. Solche kanäle sind eben auch eine reine modelsammlung. Wie soll es enden wenn nicht so. Wenn überhaupt was war, kann es nicht viel gewesen sein. Aber natürlich geht es aufgeblasen vor gericht und instagram, facebook unc co glühen. Die moderne welt, die diese basura sender immer predigen, gibt es nun mal nicht. Ein einsparen dieses theaters im sinne von co 2 und klima schutz wäre hier ein segen! Nur zu, tut was gutes.

    4
    2
  2. Ich kenne es nicht von euch in PY aber von MX. Da ist selbst die Wettervorhersage eine Wichsvorlage, sorry wegem dem Ausdruck.
    Wird nicht immer das gesendet dass die besten Quoten bringt? Wenn das Kleid 1cm über den Arschbacken endet dann heißt es halt nicht „Kollegen, fasst mich an“ aber der Grat mag da sicher schwer sein.