Jorge Naville: Das Schicksal hat manchmal einen sehr eigenwilligen Sinn für Gerechtigkeit. Auf der Verbindungsstraße zwischen Independencia und Mauricio José Troche fand die Flucht des 55-jährigen Reinaldo Alderete ein abruptes und endgültiges Ende.
Gegen den Mann lag ein Haftbefehl wegen versuchten vorsätzlichen Mordes vor – doch statt vor einem Richter landete er auf dem Asphalt.
Alderete war auf einem schwarzen Leopard 110-Motorrad ohne Kennzeichen unterwegs, als er bei strömendem Regen ungebremst auf das Heck eines Scania-Sattelzugs auffuhr, der von César Alejandro Benítez Samudio gesteuert wurde. Zeugen berichten, dass die Kombination aus nasser Fahrbahn und der schweren Ladung des Lastwagens dem Flüchtigen keine Chance ließ.
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Die Kriminalpolizei und der Gerichtsmediziner konnten vor Ort nur noch ein schweres Schädeltrauma als Todesursache feststellen. Während die Leiche des Gesuchten seinem Bruder übergeben wurde, muss sich der Lkw-Fahrer nun den Behörden stellen – sein Fahrzeug wurde vorerst beschlagnahmt. Für Alderete ist die Akte damit geschlossen: Er entging zwar den Handschellen, prallte aber mit voller Wucht gegen die Wand der Gerechtigkeit. Statt im Gefängnis landete seine Flucht direkt an der Ladefläche eines 40-Tonners.
Wochenblatt / Vision Comunicaciones















