Nach 30 Jahren Wartezeit: Die Anbindung von Guairá, Caazapá und Alto Paraná kommt

Asunción: Die paraguayische Regierung hat offiziell die Verträge für den Bau der “Ruta de la Integración“ (PY-10) unterzeichnet. Die Strecke mit einer Länge von fast 80 Kilometern wird die Departements Guairá, Caazapá und Alto Paraná miteinander verbinden.

Mit einer Investition von 132 Millionen US-Dollar wird das Projekt im Rahmen des “Llave en Mano“-Modells (schlüsselfertiges Bauen mit Privatfinanzierung) durchgeführt.

Fünf nationale Unternehmen haben die Verträge vergangene Woche in Anwesenheit von Präsident Santiago Peña unterzeichnet. Das Los 1 (36 Kilometer) übernimmt das Konsortium Ruta 10 (Concret Mix-Tocsa) mit einer Investitionssumme von 59 Millionen Dollar. Das Los 2 (42 Kilometer) wird vom Konsortium Avanza Ruta Diez (Tecnoedil, Ocho A und Constupar) für 73 Millionen Dollar realisiert.

„Heute möchte ich den paraguayischen Unternehmen danken, die diese Herausforderung angenommen haben“, sagte Präsident Peña und betonte, dass die Unternehmen bei diesem Modell die Baukosten zunächst selbst tragen.

„Das Gesetz Nr. 5074 für die schlüsselfertige Finanzierung war ein langer Lernprozess, und heute können wir sagen, dass es ein weiteres wichtiges Werkzeug ist. Es ermöglicht uns, die kurzfristigen Einschränkungen des Wirtschaftsministeriums mit den mittel- und langfristigen Entwicklungszielen in Einklang zu bringen“, so der Präsident. Er hob hervor, dass die paraguayischen Firmen das finanzielle Risiko tragen, aber über ein internationales Ansehen verfügen, das es ihnen ermöglichen würde, weltweit um öffentliche Aufträge zu konkurrieren.

Dies ist das vierte Projekt dieser Art, nach der Strecke Naranjal-San Cristóbal, der Bioceánica-Route und der Costanera Sur. Laut Daten des Ministeriums für öffentliche Arbeiten wird die neue Straße eine Region dynamisieren, die jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Agrarprodukte erzeugt.

Zudem wird das Projekt durch 16 Kilometer innerörtliche Streckenführung die Verkehrssicherheit und den Zugang zu Dienstleistungen verbessern. Damit wird einer historischen Forderung Rechnung getragen, die seit mehr als 30 Jahren besteht.

„Diese Arbeit ist die zweite Phase eines Projekts, das 2015 begann. Es ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Gouverneuren, Abgeordneten und Bürgermeistern“, betonte die Ministerin für öffentliche Arbeiten, Claudia Centurión. Sie unterstrich zudem die Rolle des Bankensektors, der bereit ist, ein solches Projekt über mehr als 15 Jahre zu finanzieren und dabei auf die Leistungsfähigkeit der nationalen Bauunternehmen vertraut.

Wochenblatt / IP Paraguay

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