Neuer Busfahrerstreik vorprogrammiert

Asunción: Die Zentrale der Personenbeförderer des Großraum Asuncións (Cetrapam) verlangt nach der noch kommenden Dieselpreiserhöhung eine Verdopplung des staatlichen Dieselzuschusses um den Fahrpreis bei 2.300 Guaranies zu halten.

Seit Mai 2011, also in den letzten sechs Monaten erhielten die Unternehmen für Personenbeförderung einen staatlichen Zuschuss von 2.867.090 Guaranies pro Bus und Monat, der nun auf 5.750.000 Guaranies verdoppelt werden soll, wenn es nach der Cetrapam geht.

Obwohl der Dieselpreis nur 475 Guaranies pro Liter ansteigt, wären allein durch die höheren Dollarkurs (von 4.000 auf 4.300 Guaranies) auch die Wartungskosten der Busbetriebe angestiegen.

Ungefähr 1.500 Busse sind im Großraum Asunción unterwegs und wenn jeder Bus nun doppelt bezuschusst würde, wären die 8,5 Milliarden Guaranies mehr für die Staatskasse.

Für César Ruíz Díaz, dem Sprecher der Vereinigung, gibt es nur zwei Möglichkeiten diese Anhebung zu verkraften, entweder mit der geforderten Zahlungen des Staates oder mit der Fahrpreisanhebung von 2.300 auf 2.763 Guaranies.

Die täglichen Nutzer der öffentlichen Verkehrsbetriebe sind enttäuscht und verstehen nur noch Bahnhof beim Thema Zuschuss. Es hieß dass mit dem Zuschuss nicht der Dieselpreis alleine ausgeglichen werden soll sondern Verbesserungen und Neuanschaffungen finanziert werden, was nicht in einem Fall praktisch durchgeführt wurde.

(Wochenblatt)

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3 Kommentare zu “Neuer Busfahrerstreik vorprogrammiert

  1. Es wäre aus meiner Sicht einfacher die staatlichen Subventionen für die Busunternehmen ganz zu streichen. Was soll das eigentlich, nur weil seit Jahren der Fahrpreis nicht steigen darf? Die Menschen müssen inzwischen auch mehr für Lebenmittel bezahlen, da nörgelt niemand öffentlich herum!
    Dann wäre der Fahrpreis entsprechend höher und die Busunternehmen wären indirekt gezwungen bessere Busse einzusetzen. Denn für einen höheren Preis kann man schon einen sicheren Bus erwarten. Es wird Zeit, dass die uralten Busse von der Straße verschwinden. Der Gesetzgeber soll sich mal selbst an die Nase fassen!

  2. Da kann ich Dir nicht zustimmen.
    Würden die Fahrpreise ebenfalls steigen, so würden noch mehr Pendler in Erwägung ziehen, sich ein Moped anzuschaffen und dann auf Raten abzustottern. Es würde mal wieder den einfachen Arbeiter treffen, der auf den Bus angewiesen ist. Auch würden die Busse noch weniger
    Reparaturen erhalten der Unternehmer will ja schließlich Geld verdienen. Es würde nur ab und zu ein Bus ganz auseinander fallen.

  3. Bringt doch die bestehende Gesetze der Straßenverkehrsordnung zur Anwendung defekte Busse so lange aus dem Verkehr ziehen bis diese technisch wieder grünes Licht bekommen (zumindest in der Theorie).