Asunción: Ein Spezialistenteam intensiviert die Suche in Paraguay, um die sterblichen Überreste des 1977 verschwundenen Arztes zu lokalisieren. Die Arbeiten könnten in den kommenden Monaten Ergebnisse liefern und den Angehörigen nach Jahrzehnten der Ungewissheit Antworten bringen.
Eine neue Ausgrabung auf dem Cementerio del Este (Ostfriedhof) und in anderen Landesteilen könnte der Schlüssel sein, um die Überreste von Dr. Goiburú zu finden. Der Arzt war ein entschiedener Gegner des Regimes von Alfredo Stroessner und verschwand im Rahmen der berüchtigten Operation Condor.
Das Suchteam unter der Leitung von Rogelio Goiburú, dem Sohn des Verschwundenen, hat die Erkundungsarbeiten an strategisch wichtigen Punkten intensiviert. Dazu gehören auch Gebiete im Departement Caaguazú. Unterstützt werden sie dabei von Spezialisten und Vertretern der Staatsanwaltschaft.
Forensische Präzision im Einsatz
An den mehrtägigen Arbeiten nahmen forensische Anthropologen und Techniker teil, um mögliche geheime Grabstätten zu identifizieren. Die Behörden schätzen, dass konkrete Ergebnisse in etwa drei bis vier Monaten vorliegen könnten.
Die Staatsanwältin für Menschenrechte, Zully Figueredo, betonte die enorme Bedeutung dieser Ausgrabungen. Es gehe darum, das Schicksal der Opfer des gewaltsamen Verschwindenlassens aufzuklären und den Familien, die seit Jahrzehnten suchen, endlich Gewissheit zu geben.
Bisherige Erfolge machen Mut
Bislang konnte das Team beachtliche Erfolge bei der Identifizierung von Opfern des Regimes erzielen. 18 Leichname wurden bereits zweifelsfrei identifiziert – einige in Paraguay, andere durch die internationale Zusammenarbeit mit dem renommierten Argentinischen Team für Forensische Anthropologie (EAAF). Diese Erfolge nähren die Erwartung, dass auch die aktuellen Grabungen positive Ergebnisse liefern könnten.
Ein Symbol des Widerstands
Dr. Goiburú wurde 1977 im Rahmen der koordinierten Repression der Operation Condor entführt. Sein Fall bleibt einer der emblematischsten Fälle des gewaltsamen Verschwindenlassens in Paraguay. Sein Verbleib ist bis heute ungeklärt, doch jede neue Ausgrabung ist ein konkreter Schritt zur Rekonstruktion des historischen Gedächtnisses und zur Suche nach Gerechtigkeit.
Wochenblatt / El Nacional
















Heinz1965
Was bringt es die Totenruhe jetzt zu stören . Es gilt nur daraus zu lernen. Es sind nämlich immer wieder die gleichen Gruppen die zuerst eine Spaltung bewirken, dann Hass zwischen den geschaffenen Gruppen erzeugen und am Ende vom Inszenieren Konflikt und den Toten wirtschaftlich profitieren .