Paraguay auf dem Weg in die Anarchie

Asunción: Wer nicht unbedingt in die Hauptstadt von Paraguay muss, sollte zu Hause bleiben. Diejenigen, die in Asunción wohnen, sollen die Innenstadt meiden. Das Hospital del Trauma gab die “Alarmstufe Rot“ heraus wegen möglicher Ausschreitungen der Campesinos.

Ab Montag soll es bei dem Bauernaufstand in der Hauptstadt zu einer massiven Mobilisierung kommen. Dr. Anibal Filártiga, Leiter des Hospitals del Trauma, entschied heute, um 12:00 Uhr, dass alle Angestellten in Rufbereitschaft bleiben müssen.

„Das Veto von Horacio Cartes bei dem Schuldenerlass kann zu erheblichen Ausschreitungen bei den Campesinos führen. Ab morgen Mittag wir die Alarmstufe Rot deklariert. Jeder Mitarbeiter muss verfügbar sein“, sagte Filártiga.

Aufgrund dieser Maßnahme werden dringende Operationen ausgesetzt um Notfälle behandeln zu können. Zudem ist eine Bettenkapazität für alle Patienten gewährleistet.

Auch heute kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Campesinos. Gesetze werden von den Demonstranten nicht beachtet und immer mehr kommt es zu einer gesellschaftlichen Unordnung. Es herrscht ein Zustand der Anomie, denn der Staat wird immer mehr in die Abwesenheit gedrängt. Ein Ende von dem Streben nach Macht und den Forderungen der Campesinos ist nicht ersichtlich.

Wochenblatt / ABC Color

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7 Kommentare zu “Paraguay auf dem Weg in die Anarchie

  1. Es wird höchste Zeit, diesen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen.
    Wie gestern schon im Fernsehen gezeigt wurde, verhalten sich diese überaus aggressiv gegenüber Unbeteiligten.
    Lässt man sie weiter gewähren, haben wir in zwei Wochen venezuelanische Verhältnisse.

  2. Man sollte die Hintermänner, die diesen Mob finanzieren aufspüren und gnadenlos verurteilen.

  3. Alles kostet etwas, die Busfahrten, das Tagesgeld fürs tägliches Essen und die Unterkunft der vielen Campesinos. Wer hat das alles bezahlt? Sicherlich wurden viele Millionen Gs. dafür ausgegeben.
    Die Regierung wird bestimmt die Hintermänner dieser ganzen Veranstaltung kennen. Wenn kein Geld mehr fließt gibt es auch keine Demonstrationen. In Paraguay wo es kein soziales Netz gibt, wie in Europa, muss man arbeiten um zu essen.
    Die Campesinos sind nur die Bauern auf dem politischen Schachbrett.

  4. Zum Glück benutzen die Campesinos die zahlreichen öffentlichen Toiletten, wie sonst auch, als sie mit Terere da saßen und zuschauten, wie das Gemüse wächst, das sie aus den Krediten gewinnbringend pflanzten und verkauften, um sich vieles leisten zu können. Leider wuchs nicht genügend Gemüse, um auch noch die Kredite zurück zu bezahlen.

  5. Nur die allerwenigsten sind Kleinbauern die wirklich Hilfe benoetigen. Die meisten Campesinos sind Stimmvieh und williges Menschenkapital und Spielzeug einer politischen Gruppierung, sprich Faulenzer.

  6. Die Jungs sind gesteuert – dieses Mal weht der Wind aber wohl eher von Osten, da Paraguay in allen wichtigen Institutionen wie UNO, Klimagipfel usw. ein gehorsames Stimmen-Zünglein der USA ist, was anderen überhaupt nicht gefällt. Wie sagte einst Bill Cliton nach seinem PY-Besuch vor dem US-Kongress: (Quelle ‚Wallstreet-Journal“) „Paraguay hat nicht den politischen Willen, Korruption, Drogen-Transfers und anderes abzuschaffen. Aber ‚im überlebenswichtigen Interesse‘ der USA können wir das Land nicht auf die Schwarze Liste setzen).