Paraguay exportiert erstmals Pitahaya nach Uruguay

Asunción: Paraguay diversifiziert seine Obstproduktion mit dem ersten Export von Pitahaya, auch bekannt als Drachenfrucht. Die Lieferung nach Uruguay ist ein Meilenstein für den Sektor und eröffnet neue Möglichkeiten für die nationalen Produzenten.

In einem Interview bestätigte Rosa Sosa, Leiterin der Abteilung für Pflanzengesundheitszertifizierung des Nationalen Dienstes für Pflanzen- und Saatgutqualität und -gesundheit (Senave), dass es sich um eine exotische Frucht handelt, die von einer Kaktuspflanze stammt und in den letzten Jahren sowohl auf dem lokalen als auch auf dem internationalen Markt an Bedeutung gewonnen hat. „Es handelt sich um eine Frucht, die früher nicht sehr bekannt war, heute aber viel häufiger konsumiert und vermarktet wird”, erklärte sie.

Die exportierte Pitahaya wurde von dem Unternehmen La Gracia Paraguay produziert, das während des gesamten Produktionsprozesses von Senave technisch begleitet wurde. Laut Sosa führten die Techniker der Institution Programme zur Pflanzengesundheitsüberwachung durch, wobei der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Fruchtfliege lag, einem der Hauptschädlinge, der die Obstkulturen des Landes befällt.

Nachdem alle Gesundheitsprotokolle erfüllt waren, exportierte das Unternehmen Misionero SA 567 Kilogramm Pitahaya nach Uruguay und erfüllte damit die phytosanitären Anforderungen dieses Marktes, darunter die Bedingung, frei von Ceratitis capitata zu sein, einem Quarantäneschädling, der in Paraguay nicht vorkommt.

Die Pitahaya-Produktion in Paraguay konzentriert sich hauptsächlich auf das Departement San Pedro in der Ortschaft Guayaibí, obwohl es auch Produktionszentren in Alto Paraná gibt. Es handelt sich um einen relativ neuen Wirtschaftszweig für die paraguayischen Produzenten, der jedoch ein hohes Wachstumspotenzial aufweist.

Senave wies darauf hin, dass die Ausweitung des Anbaus vom Interesse der Produzenten abhängt, während die Institution weiterhin technische Unterstützung und Überwachungsprogramme anbieten wird, um die Pflanzengesundheit zu gewährleisten.
Die Ladung wurde am Freitag, dem 12. Januar, verschifft und markiert damit offiziell den ersten Export von Pitahaya aus Paraguay. Obwohl nicht genau angegeben wurde, ob die Früchte für den direkten Verzehr oder für die industrielle Verarbeitung in Uruguay bestimmt sind, geht Senave davon aus, dass sie hauptsächlich für den Frischverzehr verwendet werden.

Wochenblatt / Hoy

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