Asunción: Im März 2023 versprach der Präsident der Republik, Santiago Peña, mit dem Programm „Chau Chespi“ der Drogensucht auf der Straße ein Ende zu setzen. 22 Monate nach Beginn seiner Regierung wurde das Programm nie umgesetzt. Der Polizeikommandant Carlos Benítez sagte jedoch, dass „Chau Chespi“ seit August 2024 „Plan Sumar“ heißt, aber erst vor drei Wochen mit ‚Treffen‘ und „koordinierter“ Arbeit in Gang gesetzt wurde, was Anlass zu Spott und Fragen war.
„Die Reduzierung der Drogensüchtigen (Crack) auf den Straßen wird meine Obsession sein, denn mit mehr Sicherheit wird es uns auch besser gehen“, versprach der Präsident der Republik, Santiago Peña, in seinem Wahlkampf in einem Propagandavideo im März 2023.
„In meiner Regierung werden wir ‚Chau Chespi‘ sagen und die Sicherheit auf den Straßen und Plätzen wiederherstellen. Wie werden wir das tun? Erstens: mit einer starken Präventionsarbeit in den Schulen. Zweitens: durch die Eröffnung von Rehabilitationszentren mit Gesundheitsfürsorge. Drittens: durch die Bereitstellung von Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für junge Menschen, die sich erholen, und schließlich durch die volle Härte des Gesetzes gegen alle Geschäfte, die diese schädliche Droge verkaufen“, versprach Peña.
Im Oktober 2024 meldete die Regierung Peña den Wechsel von „Chau Chespi“ zu „Sumar“, versprach aber wieder nur Ergebnisse.
Der Polizeikommandant, Generalkommissar Carlos Benítez, äußerte sich in einem Interview in der Sendung „Noticias y Mas“ von ABC Cardinal über das Wahlversprechen.
Er sagte, dass der Plan „Chau Chespi“ seit August 2024 „Plan Sumar“ heißt und erst seit letztem Mai unter dem neuen Namen umgesetzt wird und dass er 20 Institutionen „zusammenbringt“, insbesondere Gesundheit und Senad.
Er wies darauf hin, dass ein Paradigmenwechsel notwendig war, weil früher, wenn ein Süchtiger verhaftet wurde und einen Entzug machte, er sich selbst verprügelte und dann auf der Polizeiwache Folter anzeigte.
Anstatt die Süchtigen in Zellen einzusperren, würden sie jetzt in Familieneinrichtungen, Krankenhäuser und Gesundheitszentren gebracht, „damit sie dort medizinisch versorgt werden können“.
Laut Benítez wird das Programm „Sumar“ bereits mit „Treffen“ in der Gemeinde der Ysaty-Schule, vor einem Monat in der Stadt Ñemby und kürzlich im Club Fomento de Barrio Obrero umgesetzt.
„Nach jedem Treffen geht es nicht nur darum, eine nette Rede zu halten, keine Rhetorik oder Verpflichtung zu bringen, sondern sofort Arbeitsgruppen zu bilden“, betonte er.
Spott und Empörung
Doch sowohl der neue Name als auch seine „Auswirkungen“ empörten die Zuhörer des Interviews. „Was hat SUMAR vor, noch mehr Chespi hervorzubringen?“, äußerte ein Zuhörer. „Wir haben immer mehr Chespi im Land, sagt der Kommandeur“, sagte ein anderer. Angesichts der Kritik sagte der Kommandant, es bleibe nun „die Ergebnisse abzuwarten, denn es handelt sich um ein ziemlich neues Programm, das in der Tat einen Prozess durchlaufen wird, und wir müssen auch davon ausgehen, dass die Rehabilitierung eines Drogenkonsumenten eine ziemlich komplexe Aufgabe ist“.
Wochenblatt / Abc Color














Heinz1965
Wer das Problem wirklich beheben will, der muss die Drogen gratis an einem sicheren Ort zum Konsum verteilen. Optimal ist ein Drogenknast , in dem es alles gratis zum Konsum gibt. Da melden sich dann die Süchtigen freiwillig um eingesperrt zu werden.
Albert Rotzbremsn
Solche Prgramme bringen nichts. Prävention vielleicht.
Kein Mensch fängt eine Arbeitsstelle an und sagt zum Generaldirektor, was zu tun ist, um den Laden in Schwung zu bringen. Der Generaldirektor, der vielleicht schon dreissig Jahre in der Firma arbeitet, wird diesen gleich wieder rausi werfen.
Also muss auch keiner wie der Pfarrer mit erhobenem Zeigefinger (Pups Pius der Weissichwievielte) zu einem Drogensüchtigen sagen, wie lästig Drogenkonsum ist. Der Drogensüchtige wird zuhören, alles abnicken, alles wird beim Alten bleiben, bis er selbst zur Einsicht kommt.
Drogensüchtige müssen selbst entscheiden, wann sie aufhören. Okay, bei manchen entscheidet halt das Schicksal, wann sie gezwungenermaßen aufhören und das für immer.
Habe schon selbst versucht mit Drogensüchtigen zu reden (die ich kannte und teiweise heute noch kenne, aber nicht mit fremden). Man kann ihnen vom Elend erzählen, was sie mit dem Verkauf – um den Eigenbedarf zu decken – den fremden Familien antun, was sie ihren eigenen Eltern, Geschwistern und Freunden antun, dass sie nicht frei sind, dass sich viel Plata einzig in Staub oder Gras auflöst usw. usf.
Immer nicken sie und zeigen sich einsichtig. Doch offenbar ist und bleibt die Sucht größer…
Persönlich bleibt mir nur, mich von solchen zurückzuziehen und stets ein zweites Portmonä dabei zu haben, indem sich ein Zweidollarschein befindet, falls ich überfallen werde. Also einen Zweidollarschein ist mir mein Leben schon noch wert…