Pilar auf dem Weg zur Autonomie?

Pilar: Der Südwesten Paraguays ist nicht nur dezentralisiert, auch scheinen hier national gültige Gesetze ganz frei interpretiert zu werden, so dass es niemals zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Polizisten und Verkehrsteilnehmern kommt.

Während die Straßenpolizei im ganzen Land ein Bußgeld erhebt wenn ein Motorradfahrer keinen Helm trägt, wurde von der Stadtverwaltung in Pilar eine Resolution erlassen, wonach die Helmpflicht permanent ausgesetzt wird. Der in Paraguay eh nur bei Regen aufgesetzte Helm macht wenig Sinn bei Temperaturen um die 40°C, könnte man meinen. Waldemar Dos Santos von der Stadtverwaltung jedoch ist mit diesem Schritt zufrieden und zog ein rein positives Resümee. „Wir haben zwar keine Helmpflicht jedoch fahren alle mit einer gemäßigten Geschwindigkeit“, unterstrich er.

Wenn dem so ist und bei einem Sturz keiner zu Schaden kommt, warum hat sich dann diese Norm noch nicht überall durchgesetzt? Die Polizisten können sich freuen, nun kontrolliert sie keiner mehr ihrer Pflicht nachzukommen und auf die Motorradfahrer warten auch keine unerwarteten Stopps mehr.

(Wochenblatt / Telefuturo)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Pilar auf dem Weg zur Autonomie?

  1. Helnpflicht in Paraguay ist sowieso ein Witz. Bei den „Helmen“, die hier im Umlauf sind, kann man sich auch eine Papiertüte mit gleicher Wirkung aufsetzen…

  2. da sich dieser bericht mit pilar befasst und die wirklichkeit voellig falsch dargestellt wird, moechte ich einen kommentar verfassen, obgleich ich wieder in gefahr laufe laecherlich gemacht zu werden. dieser waldemar dos santos, chef vom „departamento de transito“ bei der stadyverwaltung ist ein grosser dampfplauderer. allein seit jahresanfang sind mehrere mopedfahrer bei unfaellen ums leben gekommen und es gab etliche verletzte, darunter ein junger mann der in meiner strasse wohnt(schnittwunde am kopf, da er keinen helm trug)von wegen kein helm wegen der grossen hitze. selbst in den „wintermonaten“ traegt kaum jemand helm und wird deswegen von der strassenpolizei niemals belaestigt. das gleiche gilt auch fuer fahrer, die mehrere“beifahrer“haben. es wird nur kontrolliert ob man einen fuehrerschein hat und die „habilitacion“. denn da kommt geld in die stadtkasse und auch einiges in die hosentaschen der verkehrspolizisten. kennzeichen werden nicht kontrolliert und deswegen haben 70-80% der mopeds keine kennzeichen. vor einigen jahren wollte ein anderer buergermeister die helmpflicht durchsetzen, aber der versuch endete klaeglich und wurde zu den akten gelegt.

  3. Ach was solls….sollen die mit den Mopeds doch selbst entscheiden, wieviel wert ihnen der Kopf ist….
    Das nennt man Eigenverantwortung….

    Und dann entsprechend langsam und umsichtig fahren !

  4. Klar kann das ein jeder selbst entscheiden, aber dann soll auch ein jeder die möglichen Spitalskosten selber tragen. Aber das ist eben nicht so. Als Steuerzahler muss ich selbige finanzieren und daher besteht eine Helmpflicht zurecht.

    Dem Bayer seine Kommentare finde ich nicht lächerlich sondern als Bereicherung im Leserbriefforum, obwohl wir zu einen kleinen Prozentsatz nicht immer einer Meinung sind.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.