Produktion trifft Naturschutz: Der historische Masterplan für Paraguays grüne Zukunft

Mariano Roque Alonso: Die Regierung von Paraguay hat über das Nationale Forstinstitut (Infona) offiziell ihre erste Nationale Forstpolitik (PFN) vorgestellt. Sie ist ein zentrales und strategisches Instrument, das den nationalen Fahrplan für die Entwicklung des Forstsektors in den kommenden Jahrzehnten festlegt und am Nationalen Entwicklungsplan Paraguay 2050 ausgerichtet ist.

Die Präsentation, die im Rahmen der Expo Paraguay 2026 stattfand, zielt darauf ab, die nachhaltige Bewirtschaftung der Waldressourcen zu festigen, Investitionen anzulocken, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit paraguayischer Forstprodukte auf dem nationalen sowie internationalen Markt zu stärken.

Darüber hinaus stellt sie die erste langfristige öffentliche Sektorplanung des Landes im Forstbereich dar. Sie ist das Ergebnis eines partizipativen Prozesses, der 2024 mit Gesprächen und Debatten begann, an denen öffentliche Institutionen, Vertreter des Privatsektors, der Wissenschaft, sozialer Organisationen sowie der internationalen Zusammenarbeit beteiligt waren.

„Der Ursprung von Entwicklung liegt in der Institutionalität. Heute legt genau diese Institutionalität das Fundament dafür, dass sich der paraguayische Forstsektor in den kommenden Jahrzehnten als Motor für nachhaltige Entwicklung etabliert“, betonte Infona-Präsidentin Cristina Goralewski.

Die Nationale Forstpolitik gliedert sich in sieben strategische Leitlinien, die von der Stärkung der Governance und Institutionalität bis hin zur Förderung inklusiver forstwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten reichen.

Zu den Hauptzielen gehören die Förderung von Geschäftsmodellen, die die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze begünstigen – insbesondere in ländlichen Gebieten –, die Stärkung von Kleinst-, kleinen und mittleren Forstunternehmen (KKMU) sowie die Stärkung der regionalen Bindung. Zudem wird ein inklusiver Ansatz verfolgt, der die Beteiligung von Kleinproduzenten, lokalen Gemeinschaften, indigenen Völkern, Frauen und Jugendlichen an den Wertschöpfungsketten des Forstsektors fördert.

Die Regierung von Paraguay möchte damit auf internationale Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit antworten. Ziel ist es, das Forstmanagement zu stärken und ein Modell zu fördern, das Produktion und Naturschutz verbindet – mit dem Wald als Motor für Investitionen, Innovation und nachhaltige Entwicklung.

Wochenblatt / Itapúa Noticias

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