Asunción: In den Klassenzimmern Paraguays steht eine grundlegende Veränderung bevor: Die Abgeordnetenkammer verfehlte am gestrigen Donnerstag erneut das notwendige Quorum, um den Gesetzesentwurf zu beraten, der die Nutzung von Mobiltelefonen und anderen persönlichen elektronischen Geräten an Schulen landesweit verbietet.
Durch das Ausbleiben einer parlamentarischen Debatte und Abstimmung greift nun ein verfassungsrechtlicher Automatismus: Die Gesetzesinitiative erhält am heutigen Freitag, den 25. September, die sogenannte automatische Billigung (Sanción Ficta). Damit gilt der Entwurf vonseiten des Parlaments als angenommen und wird unverzüglich an die Exekutive unter der Leitung des Staatspräsidenten weitergeleitet. Das Staatsoberhaupt muss anschließend entscheiden, ob das Gesetz offiziell in Kraft gesetzt oder per Veto blockiert wird.
Das geplante Verbot umfasst neben klassischen Smartphones auch Smartwatches, Tablets und kabellose Kopfhörer während des Schulunterrichts. Das Ziel der Initiative ist es, die Konzentration der Schülerinnen und Schüler zu fördern und Ablenkungen im Unterricht sowie Cybermobbing zu reduzieren. Um den Schulalltag dennoch flexibel zu gestalten, sieht der Text klare Ausnahmeregelungen vor: Die Nutzung der Geräte bleibt in Notfällen, zu gezielten pädagogischen Zwecken unter Anleitung der Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen oder gesundheitlichen Anforderungen weiterhin gestattet.
Wochenblatt / Beitragsbild Archiv
















Land Of Confusion
Ein Gesetz, was vielleicht gut gemeint ist, aber sich sowieso niemand dran halten wird. Erst Recht nicht die Lehrer, die eigentlich ein Vorbild sein sollten.
Eigentlich ist es sowieso schon zu spät – vor allem bei jüngeren Leuten (unter 30) ist die Smartphone-Sucht wirklich extrem und die sozialen Kompetenzen sind grauenvoll und vermutlich schon irreparabel geschädigt. Die können nicht mal jemanden grüßen – aber bei Social Media Likes und Herzchen verteilen, da sind sie ganz groß.
Tscharlie
Vermutlich, aber zu spät ist es nie. Hätte ich Kinde, könnten sie Smartphones unter 14 eh vergessen, da könnten sie noch so viel Theater machen. Die Kids heute sind leider eh schon zu blöd zum lesen und rechnen.
Mister Gaga
Für die Verwaltung der Jungschäfchen ist das Daddelphone, der Frankensteinbraini und DikDok doch sehr wertvoll: Vor dem Eduard Snowden Zeitalter wurde die Implantierung eines RFID-Chips mit GMS-Modem angedacht. Hat nicht geklappt. Danke Herr Showden. Nun trägt jedes Jungschäfchen so ein Daddelphone mit sich herum — interessant ist, wo der sich so aufhält, was er kauft, mit wem er so herumdaddelphont, was er dem Frankensteinbraini so alles fragt, und sich auf DikDok so alles anschaut. Alle die Daten via Panantir-Software im Utah Data Center (NSA’s Schnüffelzentrum) zusammengetragen ergeben ein akurates Bild über Gesinnung und Verhältnisse des Individuums.
Da bringt es auch nicht sehr viel, wenn die Kids damit etwas später anfangen.