Filadelfia: Es war ein Wettlauf gegen die gnadenlose Natur und die schwindende Hoffnung. Nach acht Tagen voller Ungewissheit gibt es im paraguayischen Chaco endlich die erlösende Nachricht: Der 38-jährige Nicolás Sosa wurde lebend gefunden.
Die Geschichte seines Verschwindens liest sich wie ein Krimi. Alles begann am 1. Februar auf der Estancia Ña Nidia S.A. Sosa verließ gemeinsam mit einem Arbeitskollegen die Ranch – doch am nächsten Morgen kehrte nur sein Begleiter zurück. Was in jenen Stunden in der einsamen Weite von Boquerón geschah, blieb tagelang ein düsteres Geheimnis.
Eine Region hielt den Atem an
Während die Familie verzweifelt um Hilfe flehte, lief eine großangelegte Suchaktion an. Es war kein gewöhnlicher Einsatz: Die 1. Kavalleriedivision der paraguayischen Armee, die Nationalpolizei und erfahrene Männer der Estancia bildeten eine geschlossene Front gegen die Wildnis. Acht Tage lang durchkämmten sie das dichte Dornengestrüpp des Chacos – eine Umgebung, die für Unvorbereitete oft zur tödlichen Falle wird.
Die Rettung in letzter Sekunde
Am 9. Februar, als viele das Schlimmste befürchteten, kam der Durchbruch. Suchtrupps entdeckten Sosa etwa 20 Kilometer von seinem Verschwindepunkt entfernt. Er war erschöpft, aber am Leben.
Das Rätsel um sein Verschwinden ist mit seinem Auffinden zwar physisch gelöst, doch die Fragen bleiben: Wie konnte er über eine Woche in der unerbittlichen Wildnis überleben? Und warum trennten sich die Wege der beiden Arbeiter am verhängnisvollen 1. Februar? Während Sosa sich nun erholt, arbeitet die Polizei daran, die Puzzleteile dieses bizarren Falls endgültig zusammenzusetzen.
Wochenblatt / Hoy















