Regierung vor der Zahlungsunfähigkeit?

Asunción: Die paraguayische Gesellschaft für politische Ökonomie (Seppy) weist darauf hin, dass die Regierung möglicherweise in einen Zustand der Zahlungsunfähigkeit gerät. Die Volkswirtschaft hatte bereits problematische Situationen, die durch die Pandemie verschärft wurden, heißt es in der von der Organisation erstellten Analyse.

„Dies ist äußerst riskant für eine kleine Volkswirtschaft mit einer geringen Fähigkeit zur Schaffung von Arbeitsplätzen, einer prekären Entwicklung des industriellen Sektors, einem großen Anteil informeller Arbeit und einem externen Bereich, der von der Produktion von Exportgütern (Sojabohnen / Fleisch) und deren Preisschwankung auf dem internationalen Markt abhängig ist“, heißt es in dem Schreiben.

Es wird hinzugefügt, dass die mangelnde Wirtschaftsstruktur zu einer Vertiefung der Armut führt, die mit der Krise, die sich aus der Pandemie ergibt, zunimmt.

„Der neue Kontext hat gezeigt, dass ein Land mit hoher Lebensmittelproduktion wie Paraguay, das reich an Land, Wasser und einem milden Klima ist, dank korrupter, unfähiger Politiker und der Gierigen gleichzeitig Tausende von hungrigen und / oder unterernährten Menschen haben könnte“, schließt das Schreiben ab.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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4 Kommentare zu “Regierung vor der Zahlungsunfähigkeit?

  1. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Freude herrscht. Da werden sich die lieben Jungs vom IWF aber die Hände lecken, nette Kredite mit einer reihe hübschen Bedingungen – vgl. Argentinien oder Chile – auszugeben…

  2. Das wäre nicht der erste Kredit, den Paraguay bei den Weltverschwörern aufgenommen hat. Der große Vorteil der paraguayischen Präsidenten ist eben, daß sie gar nicht länger als eine Legislaturperiode „regieren“ dürfen. Denn kein Präsident konnte bisher für seine „Taten“ verantwortlich gemacht werden, und der „Neue“, der den hochverschuldeten Sauladen dann übernimmt, ist dafür auch nicht verantwortlich, weil dies „vor seiner Amtszeit“ war. Der von ungarischen Juden abstammende Washmoschy wurde sogar noch nach seiner Amtszeit zu 8 Jahren Knast verurteilt wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder, aber kein Freimaurer, der in einem höheren Grad sitzt als ein Lehrling, geht in den Knast. Dafür sitzt er heute noch in seinem Luxushaus im Stadtteil Trinidad, von mindestens 15 Soldaten bewacht, die rund um sein Haus stehen.

  3. Tja, so ist das. Da wurde einfach zu viel in die eigene Tasche gewirtschaftet und jetzt bleibt halt nicht mehr genug übrig für das Sozialprogramm 2.0 – man könnte ja auch einfach die Quarantäne komplett abschaffen damit es wie vorher war – aber so eine „Notsituation“ ist für die Politiker doch ziemlich angenehm. Und der nächste Kredit kommt bestimmt.
    Vielleicht will man ja auch brennende Erde mit einem riesigen Schuldenpaket der Nachfolgeregierung hinterlassen, die vllt. die Liberalen werden. Es sieht wirklich düster aus in Paraguay.

    1. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

      „man könnte ja auch einfach die Quarantäne komplett abschaffen damit es wie vorher war“

      Nicht wenn man Kredite will – vgl. Belarus…