Asunción: Der Ökonom Hugo Royg betonte die dringende Notwendigkeit, die kritische Situation der Rentenfonds in verschiedenen Ländern anzugehen.
Royg vertritt die Auffassung, dass die Gewährleistung einer soliden und zahlungsfähigen sozialen Sicherheit für das Wohlergehen der Gesellschaft unerlässlich sei, doch leider stehen Pensionsfonds vor erheblichen Herausforderungen.
Eines der größten Probleme liegt laut dem Experten in der Diskrepanz zwischen der Bevölkerungsrealität und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Rentenkassen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. „Die Bevölkerungsrealität sieht anders aus und unser Beitrag reicht nicht aus, um die versprochenen Vorteile abzudecken“, betont Royg. Dieses Missverhältnis zwischen verfügbaren Ressourcen und Gewinnerwartungen bringt Pensionsfonds in eine prekäre Lage.
Royg weist auch darauf hin, dass viele dieser Institutionen mit internen Problemen konfrontiert seien, darunter schlechter Organisation, Korruptionsfälle und falsche Entscheidungen. Diese Faktoren haben zusammen mit der mangelnden Transparenz bei der Verwaltung der Fonds zu einem Vertrauensverlust der Bürger in den für die Rentenverwaltung zuständigen Institutionen geführt.
Der Ökonom betont, wie wichtig es sei, diese Probleme umfassend anzugehen. Es ist notwendig, die Struktur und Verwaltung von Pensionsfonds mit Schwerpunkt auf Transparenz und Rechenschaftspflicht zu überprüfen. Ebenso wird die Notwendigkeit betont, die Beitrags- und Leistungssysteme so anzupassen, dass sie die demografische und wirtschaftliche Realität jedes Landes genauer widerspiegeln.
Was kurzfristige Lösungen betrifft, schlägt Royg vor, Notfallmaßnahmen zur Stabilisierung der Pensionsfonds zu ergreifen und so einen drohenden Zusammenbruch zu verhindern. Darüber hinaus wird betont, wie wichtig es sei, Wirtschafts- und Finanzexperten in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, mit dem Ziel, wirksame Strategien zu entwickeln, die die langfristige Tragfähigkeit der Rentensysteme gewährleisten.
Die Situation der Pensionsfonds stellt eine dringende Herausforderung dar, die die sofortige Aufmerksamkeit der Regierungen und der zuständigen Behörden erfordert. Die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie die aktive Beteiligung der Gesellschaft werden von entscheidender Bedeutung sein, um diese Hindernisse zu überwinden und eine sichere Zukunft für kommende Generationen zu gewährleisten.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv














Heinz1965
wirken die Spritzen etwa nicht ausreichend gegen Altersarmut ? Braucht es noch ein paar Booster?
mbarakaya
„mit internen Problemen konfrontiert seien, darunter schlechter Organisation, Korruptionsfälle und falsche Entscheidungen“
Wenigstens benennt er ehrlich interne Probleme und fordert nicht nur mehr Geld für ein Faß ohne Boden. Durch Automatisierung wird es zukünftig viel weniger Einzahler geben. Wie wäre es die Firmen angemessen an diesen Produktivitätssteigerungen zu besteuern? Ach halt, das wäre ja fast schon Kommunismus. Dann hilft nur noch eine Aktienrente ala Merz. So profitieren wieder die Firmen, das Großkapital und Blackrock.