Tobatí: Zwischen stillen Hügeln und einem Grün, das die Seele umarmt, existiert ein Ort, an dem die Zeit langsamer zu vergehen scheint und das Herz das Atmen lernt. Er liegt nur wenige Meter von der Straße entfernt, die Tobatí mit Caacupé verbindet.
Dort, inmitten einer großzügigen und lebendigen Natur, erhebt sich ein Schloss, das nicht für den Krieg erbaut wurde, sondern um daran zu erinnern, dass das Gute noch existiert – ein Zufluchtsort für Seelen, die des Lärms müde sind.
Dieses Schloss, das seit sieben Jahren mit großer Anstrengung von einer Familie von Träumern erbaut wurde, ist vom Orden der Tempelritter inspiriert. Es sucht weder Ruhm noch Applaus. Seine Mission ist es, das Gute auszustrahlen. Ein Teil davon spiegelte sich in der Nacht des 31. Dezembers wider, als die Bewohner eine bewundernswerte Aktion ins Leben riefen: Sie verteilten Abendessen, damit der Abschluss des Jahres 2025 wie eine Liebkosung für die Seele wurde.
Sie wissen genau, wem sie helfen und wie sie es tun, suchen jedoch keine Öffentlichkeit. Sie wollen einfach nur Gutes tun, etwas, das ihnen Frieden schenkt. Die wahre Größe liegt außerhalb der Mauern, in den Wohltätigkeitswerken, die dieser Orden mit Hunderten von Freiwilligen im Stillen vollbringt. Sie unterstützen Senioren, Kinder mit HIV, alleinerziehende Mütter und schutzbedürftige Familien – ohne Fotos, ohne Kameras und ohne Prahlerei.
Ein beeindruckender Anblick
Das Schloss an sich wirkt imposant. Im Inneren befindet sich ein kleines Museum, das Geschichten, Rüstungen und Symbole bewahrt, die vom Kampf, dem Glauben und der Hoffnung der Templer erzählen. „Das Symbol, das am meisten beeindruckt, ist ein großer Drache – das Böse –, dem ein Tempelritter gegenübersteht. Es erinnert uns daran, dass für Gott kein Problem zu groß ist“, erklärt die Besitzerin Mariela Ferreira.
Wochenblatt / Cronica















