Hohenau:Eine Frau russischer Staatsangehörigkeit, die zusammen mit ihrer Familie auf der Suche nach neuen Perspektiven nach Paraguay gekommen war, genauer gesagt in die Region Colonias Unidas, hat öffentlich einen mutmaßlichen Fall von ärztlicher Fahrlässigkeit angeprangert, der sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes in diesem Land ereignet haben soll. Der Fall befindet sich ihren Angaben zufolge derzeit vor Gericht.
Der untersuchte Sachverhalt wurde als „Marcelo Daniel Remezovski Luzco wegen fahrlässiger Körperverletzung“ betitelt.
Die Beschwerdeführerin, identifiziert als Inna Grosheva, schilderte ihre Situation in der Sendung „Sábado de Cielo“, wo sie beschloss, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen, damit der Fall transparent untersucht wird und um andere Frauen zu warnen.
Laut ihrer Aussage lebt Grosheva seit August 2022 in Paraguay. Im April 2023 brachte sie ihr zweites Kind per geplantem Kaiserschnitt zur Welt, ein Eingriff, der von dem Arzt Marcelo Remezowski in einer Privatklinik in der Stadt Encarnación durchgeführt wurde.
Die Frau erklärte, dass sie sich aufgrund ihrer mangelnden Sprachkenntnisse und da ihre erste Entbindung ein Notfall-Kaiserschnitt gewesen war, dafür entschieden habe, die gesamte Schwangerschaftsvorsorge in einer Privatklinik durchführen zu lassen, um während des Prozesses mehr Sicherheit und Ruhe zu haben.
Der Anzeige zufolge wurde der chirurgische Eingriff an einem Freitagmorgen durchgeführt. Am nächsten Tag, nach der Entfernung des Blasenkatheters, verspürte sie jedoch starke Schmerzen. Trotz dieser Situation wurde sie mit einem Rezept für Schmerzmittel, die alle sechs Stunden eingenommen werden sollten, aus dem Krankenhaus entlassen.
Grosheva berichtete, dass sich ihr Gesundheitszustand über das Wochenende weiter verschlechterte. Angesichts der anhaltenden Schmerzen und des Gefühls, dass ihr Leben in Gefahr sei, beschloss sie, auf eigene Faust eine andere medizinische Einrichtung aufzusuchen, die Clínica Adventista, wo sie, wie sie angab, einer Notoperation unterzogen wurde.
Während dieses Eingriffs stellten die Ärzte ihrer Darstellung zufolge eine erhebliche Ansammlung von Urin in ihrer Bauchhöhle fest, etwa 2,5 Liter, was bereits zu einer generalisierten Infektion geführt habe. Die Frau gab außerdem an, dass während des Kaiserschnitts eine schwere Verletzung der Blase entstanden sei.
Aufgrund der Geschehnisse gab die Beschwerdeführerin an, rechtliche Schritte eingeleitet zu haben, damit der Fall untersucht wird. Sie wies zudem darauf hin, dass der genannte Arzt bislang keine Verantwortung für die Vorfälle übernommen habe.
Grosheva erklärte, sie habe beschlossen, ihre Aussage öffentlich zu machen, damit das Gerichtsverfahren transparenter voranschreite und die zuständigen medizinischen Behörden den Fall untersuchen. Zudem gab sie an, Informationen erhalten zu haben, wonach es möglicherweise weitere Frauen gebe, die ähnliche Situationen durchlebt hätten.
Schließlich bekräftigte sie, dass sie die rechtlichen Schritte fortsetzen werde, damit die Verantwortlichkeiten geklärt und Maßnahmen ergriffen würden, die eine Wiederholung ähnlicher Vorfälle verhindern.
Wochenblatt / El Resumen















