Asunción: In einem Interview mit dem Fernsehsender GEN erklärte Sindy Veloso, dass sie vor einigen Tagen hartnäckige Anrufe von einer unbekannten Nummer erhalten habe. Schließlich entschied sie sich abzuheben, da sie eine dringende Angelegenheit vermutete.
„Ich ging ran. Sie stellten sich als Mitarbeiter der Itaú-Bank vor und sagten mir, dass unbefugte Dritte auf mein Konto zugreifen und Geld abheben würden“, erinnerte sich die Frau.
Nachdem das Telefonat beendet war, überprüfte Veloso ihre Homebanking-App und stellte fest, dass ihrem Konto eine beträchtliche Geldsumme gutgeschrieben worden war, die vorher nicht da war.
Offenbar handelte es sich bei den Anrufern um Kriminelle, die sich als Bankangestellte ausgaben. Sie hatten sich zuvor bereits Zugriff auf ihr Konto verschafft, um im Namen des Opfers einen Kredit zu beantragen. Sobald das Geld gutgeschrieben war, begannen sie damit, Überweisungen auf andere Konten zu tätigen.
„Wie sie Zugriff erhalten haben, weiß ich nicht. Sie hatten meine Kontonummer, meinen vollständigen Namen und meine Handynummer – deshalb haben sie mich überhaupt angerufen. Ich frage mich wirklich, wie sie an so viele Daten von Itaú-Kunden herankommen konnten“, fügte sie hinzu.
Der insgesamt von ihrem Konto gestohlene Betrag beläuft sich auf 68 Millionen Guaranies, präzisierte das Opfer. Die Summe, die die Betrüger durch die nicht autorisierten Kreditanträge eigentlich erbeuten wollten, sei jedoch noch weitaus höher gewesen.
Laut der Betroffenen seien mehr als 20 Personen – allesamt Kunden derselben Bank – Opfer solcher Konto-Plünderungen geworden. Sie hofft nun, dass die Itaú-Bank Maßnahmen ergreift, um das Problem zu lösen und künftige Fälle dieser Art zu verhindern.
Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv















