Schülervereinigung lehnt Ranzen- und Rucksackkontrollen ab

Asunción: Der Koordinator der Nationalen Schülervereinigung der Oberstufe (FENAES), Darío Britos, brachte die Position des Verbandes in Bezug auf den jüngsten Beschluss des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft (MEC) zum Ausdruck, der die Überprüfung von Rucksäcken und Schulranzen in den Eingängen von Bildungsinstitutionen vorsieht.

Laut Britos löst diese Maßnahme, ob vorübergehend oder dauerhaft, nicht das eigentliche Problem, das den Unterricht betrifft: Die psychische Gesundheit der Schüler. Er stellte mit Nachdruck fest: „Es ist absurd zu glauben, dass ständige Rucksackkontrollen Jugendliche, die ein Fehlverhalten begehen wollen, davon abhalten, dies zu tun. Wir müssen uns darauf konzentrieren, zu verstehen, was wirklich in den Köpfen unserer Schüler vorgeht.“

Britos stellte auch die Einführung der sogenannten “transparenten Rucksäcke“ in Frage und behauptete, dass diese Idee mit verdeckten Geschäften unter dem Deckmantel einer Ausschreibung in Verbindung gebracht werden könnte. Laut Britos bekämpft die Transparenz der Rucksäcke Gewalt im Klassenzimmer nicht wirksam und gewährleistet auch nicht die Sicherheit der Schüler.

Darüber hinaus kritisierte Britos die mangelnde Rücksichtnahme auf die Position der Schüler bei Entscheidungen zu diesem Thema an einem interinstitutionellen Tisch. Er äußerte die Notwendigkeit, Schüler in den Dialog einzubeziehen und ihre Bedürfnisse bei der Behandlung von Themen zu berücksichtigen, die einen direkten Einfluss auf ihr Wohlbefinden und ihre Bildung haben.

Diese neue Erklärung von der Vereinigung FENAES fügt ein Schlüsselelement zur laufenden Debatte über die Sicherheit in Bildungseinrichtungen hinzu und unterstreicht die Notwendigkeit, nach den jüngsten Ereignissen mit Bedrohungen und sogar einem tödlichen Fall umfassendere Ansätze zu verfolgen, die sich mit zugrunde liegenden Problemen wie der psychischen Gesundheit junger Menschen befassen.

Wochenblatt / Hoy

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

2 Kommentare zu “Schülervereinigung lehnt Ranzen- und Rucksackkontrollen ab

  1. DerEulenspiegel

    Was es in Paraguay doch alles gibt: Sogar schon eine „Schülervereinigung“ – einfach unglaublich! Wer finanziert diese, wer kassiert dabei ab und welche Leistungen hat diese „Schülervereinigung“ bisher erbracht? Ich jedenfalls hatte davon noch nie etwas gehört.

    6
    4
  2. x16520518_193814594518

    Endlich sagt es jemand. Ich doch vollkommen behämmert, zu glauben das diese Kontrollen der Rucksäcke irgendetwas derartiges verhindern. Transparente Rucksäcke, da muss man erst drauf kommen. Erschreckend, Dummheit auch noch dermaßen publik zu machen. Das beweist lediglich wie inkompetent und natürlich korrupt (da inkompetent) die Leute in den Ministerien sind.

    Außerdem, jeder weiß, dass die Kontrollen maximal in den ersten Wochen dem Protokoll entsprechen würden und wenn der Alltag einkehrt wird selbst der motivierteste Schulranzeninspektor merken, dass es nur dumm ist, aber man ja den Job nicht verlieren will.