Schuss auf Hund: 67-Jährigen wegen Tierquälerei angeklagt

Presidente Franco: Die Staatsanwältin Viviana Sánchez hat Anklage gegen einen 67-jährigen Mann erhoben. Ihm werden Tierquälerei sowie der illegale Besitz und die gefährliche Verwendung von Waffen vorgeworfen. Der Beschuldigte steht nun unter der Aufsicht des Strafgerichts unter Leitung der Richterin Carina Frutos Recalde.

Den Ermittlungen zufolge ereignete sich der Vorfall am 8. Februar gegen 18:00 Uhr vor einem Haus im Viertel Santa Inés (km 6,5) in Presidente Franco. Der Mann geriet offenbar in Wut über die Anwesenheit eines Hundes – einer Mischung aus Pudel und Chow-Chow namens “Yuni“. Das Tier gehört seinem Stiefsohn; der Verdächtige hatte sich zuvor bereits mehrfach über den Hund beschwert.

Als er das Tier erneut sah, soll er in sein Zimmer gegangen sein, eine Schrotflinte geholt und einen Schuss auf den Hund abgegeben haben. “Yuni“ erlitt schwere Verletzungen und flüchtete. Angehörige des Besitzers erstatteten umgehend Anzeige, doch eine erste Suche der Polizei in der Nacht blieb erfolglos.

Erst am nächsten Tag wurde der Hund entdeckt, als er schwer blutend aus einem Nachbarhaus kam. Durch den Schuss hat das Tier die Sehkraft auf dem linken Auge verloren. “Yuni“ wurde sofort in eine Tierklinik gebracht, wo ihm in einer Operation sieben Schrotkugeln entfernt werden mussten.

Die Staatsanwaltschaft stützt die Anklage auf Polizeiberichte, Fotos des verletzten Tieres mit Geodaten sowie tierärztliche Rechnungen. Die Staatsanwältin beantragte eine Aussetzung der Untersuchungshaft unter der Bedingung, dass der Angeklagte während des Verfahrens strenge Verhaltensauflagen erfüllt.

Wochenblatt / adn digital

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