Senat verabschiedete gestern das Handelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union

Asunción: Der Senat hat gestern dem Handelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union zugestimmt. Die Akte wurde nun an die Abgeordnetenkammer weitergeleitet.

Einstimmig verabschiedete das Plenum des Oberhauses mit den Stimmen der 38 anwesenden Senatoren aller Fraktionen den Gesetzentwurf zur Ratifizierung des Interims-Handelsabkommens zwischen dem Gemeinsamen Markt des Südens (bestehend aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) und der Europäischen Union. Das Abkommen war am 17. Januar dieses Jahres in unserer Hauptstadt unterzeichnet worden.

Den Befürwortern zufolge sieht das Abkommen die Abschaffung von mehr als 90 % der Zölle, den Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse, eine größere Rechtssicherheit sowie eine Annäherung bei Regulierungsstandards vor.

Das Abkommen ist bereits vorläufig in Kraft getreten. Experten zufolge wird es den vier südamerikanischen Ländern, einschließlich Paraguay, den Verkauf von Fleisch, Zucker, Reis, Honig und Soja sowie anderen Produkten nach Europa erleichtern.

Die Lage in Europa

Das Abkommen stößt in mehreren europäischen Ländern, allen voran in Frankreich, auf starken Widerstand. Aus diesem Grund hat das Europäische Parlament das Dokument im Januar der Justiz vorgelegt, wodurch die formelle Anwendung pausiert wurde. Die EU kann jedoch entscheiden, das Abkommen vorläufig anzuwenden.

Am 30. Januar übergab die Exekutive das Abkommen offiziell an die Legislative mit dem Ziel, die Bearbeitung zu beschleunigen und Paraguay als erstes Land des Blocks zu positionieren, das die Vorteile des Paktes mit Europa nutzt. Allerdings hat die argentinische Abgeordnetenkammer bereits den ersten Schritt gemacht, gefolgt von Uruguay.

Laut offiziellen Daten wird das Übereinkommen die Schaffung einer Freihandelszone mit etwa 720 Millionen Einwohnern ermöglichen. Die Wirtschaftskraft wird auf 22 Billionen Dollar (19 Billionen Euro) geschätzt, was fast einem Viertel des weltweiten BIP entspricht. Zu den wichtigsten Punkten des Abkommens gehört die schrittweise Senkung oder Abschaffung von Zöllen für etwa 90 % der Ex- und Importe.

Wochenblatt / Abc Color

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