Spar-möglichkeiten für das Parlament

Die vom Senat bei der CAES in Auftrag gegebene Studie hat bereits viele Einsparmöglichkeiten aufgezeigt, wir haben mehrfach berichtet. Allerdings wollen die meisten Abgeordneten nichts mit der Studie zu tun haben und stellen deren Ergebnisse in Frage. Die Ausarbeitung hat 550 Millionen Guaranies verschlungen.

Bei unserem letzten Bericht lag der Schwerpunkt auf den Direktorenstellen, die im Verhältnis Zwei zu Eins zu den Mitarbeitern vorhanden sind. Aber auch bei der Einstellungen von Hilfsarbeitern, Chauffeuren, Assistenten, Reinigungskräften, Ordnungspersonal und Privatsekretärinnen wurde in den letzten fünf Jahren eher geklotzt als gekleckert.

So ist die Zahl der fest Angestellten und Beamten von 463 im Jahr 2010 auf zur Zeit der Studie 1.407 gestiegen. Bei der Einstellung von Personal agierte man vorausschauend, der liberale Alfredo Jaeggli stellte zum Beispiel einen Piloten ein, obwohl der Kongress kein Flugzeug unterhält, aber wer weiß, was die Zukunft bringt.

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Der Report der CAES deutet eine Korrelation zwischen dem Verwandschaftsgrad der Mitarbeiter zu den Abgeordneten und der Höhe ihres Dienstranges an. Einmal erworbene Stellen werden vererbt, bislang hat kein Kongressvorsitzender versucht, die Personaldecke abzubauen, sondern sich eher mit viel Kreativität der Schaffung neuer Dienststellen gewidmet.

Quelle: Última Hora